vergrößernverkleinern
©
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Wann Ferdinand Habsburg vom DTM-Ausstieg seines Arbeitgebers R-Motorsport erfuhr und wieso er trotz des ungünstigen Timings nicht sauer auf die Schweizer ist

©

Ferdinand Habsburg kämpft derzeit bei Audi um das letzte DTM-Cockpit für die kommende Saison. Dabei war der Österreicher eigentlich fest von einem Verbleib bei R-Motorsport ausgegangen, ehe der Schweizer Aston-Martin-Lizenznehmer Ende Januar den DTM-Ausstieg bekanntgab. "Das war ein Schock für mich, der mich sehr überraschend traf", sagt Habsburg im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Denn noch im Dezember meinte Habsburg, dass er nach der Trennung von HWA zwar "große Veränderungen" bei R-Motorsport erwarte, aber "zu 100 Prozent überzeugt" sei, dass man "2020 am Grid" stehe.

Anzeige

Wann der 22-Jährige über den DTM-Ausstieg seines Arbeitgebers informiert wurde? "Ich habe es einen Tag vor der Bekanntgabe erfahren", verweist er auf den 23. Januar 2020. Damals absolvierte Habsburg gerade seine Grundausbildung beim österreichischen Bundesheer.

Welche Optionen hätte Habsburg bei R-Motorsport?

Während Daniel Juncadella und Jake Dennis laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bei R-Motorsport bleiben und mit einem Aston Martin Vantage GT3 im GT-Masters starten werden, hat Habsburg trotz eines längerfristigen Vertrags mit den Schweizern die Möglichkeit, sich zu trennen. Das ist darauf zurückzuführen, dass die eigentliche Vertragsbedingung - ein Cockpit in der DTM - von R-Motorsport nicht erfüllt wurde.

Welche Optionen Habsburg bei R-Motorsport hätte? "Es gäbe die Möglichkeit, mit ihnen GT3 zu fahren", verweist Habsburg auf die ehemalige Blancpain-Serie, die nach dem Verlust des Namenssponsors dieses Jahr GT World Challenge Europe heißen wird. "Aber das hat mich nicht so extrem gereizt. Ich wollte zuerst schauen, ob es andere Optionen gibt, die mich mehr interessieren."

Warum Habsburg trotz später Bekanntgabe nicht sauer ist

Obwohl Habsburg nun um seinen DTM-Zukunft bangen muss und ähnlich wie DTM-Boss Gerhard Berger lange nicht wusste, dass die Zeichen bei den Schweizern auf Ausstieg stehen, ist er nicht böse auf R-Motorsport.

"Sie sind in einer schwierigen Situation, und daher habe ich Verständnis", sagt Habsburg. "Es gibt kein böses Blut. Das gleiche gilt für HWA. Sie haben immer ihr Bestes geben und mussten diese Autos so spät zusammenbauen. Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit."

Habsburg trauert Aston-Martin-DTM-Projekt nach

Habsburg hätte es laut eigenen Angaben trotz der schwierigen Saison 2019 mit nur drei Punkten gereizt, mit dem Aston Martin Vantage in ein zweites DTM-Jahr zu gehen. "Ich hätte mich gerne bei R-Motorsport und mit dem Aston Martin weiterentwickelt, weil ich dort auch viel Einfluss auf die Entwicklung des Autos und des Fahrgefühls hatte", sagt er. "Das ist in die Richtung gegangen, in die ich gehen wollte, weshalb ich mich im letzten Saisonabschnitt sehr wohl gefühlt habe."

Tatsächlich war der Österreicher in der Endphase der Saison auf eine schnelle Runde zumindest auf Augenhöhe mit Teamkollegen wie Paul di Resta und bei zwei der letzten vier Qualifyings schnellster Aston-Martin-Pilot.

"Ich war im Qualifying superstark und konnte meine Teamkollegen konstant schlagen, weil ich bekommen habe was ich wollte", sagt er. "Das würde natürlich jetzt wegfallen", verweist er auf einen möglichen Wechsel zu WRT-Audi. "Aber dafür hätte ich es mit sehr gutem Material zu tun."

© Motorsport-Total.com

Nächste Artikel
previous article imagenext article image