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Mick Schumacher legt an seinem ersten Rennwochenende in der Formel 2 einen soliden Start hin. Es wird deutlich, dass die Konkurrenz besser gerüstet ist.

Mick Schumacher tat, was er konnte.

Er zog das weiß-rote Prema-Auto mit der Startnummer "9" nach rechts, parierte die Attacken der heraneilenden Konkurrenz, auf der Geraden nach dem Start und in den Kurven danach - doch irgendwann war sein Widerstand gebrochen.

Zwei Runden lang hatte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher am Sonntag das Sprintrennen der Formel 2 in Bahrain angeführt. Die erste Pole-Position seiner jungen Laufbahn im Unterbau der Königsklasse war letztlich schnell verloren, am Ende wurde er vor den Augen seiner Mutter Corinna Schumacher Sechster. Und doch konnte der 20-Jährige mit seinen ersten Auftritten zufrieden sein.

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Mick Schumacher sammelt acht Punkte

"Es hat viel Spaß gemacht, ich habe auf jeden Fall viel gelernt", sagte Schumacher bei RTL.

Acht Punkte sammelte Schumacher bei seinem gelungenen Debüt-Wochenende in der Formel 2. Seine Leistung im Cockpit: solide und zufriedenstellend. Schumacher machte nach seinem Aufstieg aus der Formel 3 keine großen Fehler.

Bei der Fahrerparade vor dem Start wirkte Schumacher gelöst, er winkte wiederholt ins Publikum und reckte den rechten Daumen in die Kamera. "Wir werden sehen, wie das Rennen verläuft. Hinter mir stehen sehr erfahrene Fahrer", sagte Schumacher.

Das sollte sich bewahrheiten. Schumacher verteidigte nach dem Umschalten der Ampeln den ersten Startplatz zunächst erfolgreich, hatte den Angriffen der klar stärkeren Sergio Sette Camara und Luca Ghiotto in der dritten Runde aber nichts entgegenzusetzen. Kurz darauf zogen auch Nicholas Latifi und Nyck de Vries (Niederlande/ART) vorbei. Schumacher schonte in der Anfangsphase aber offenbar seine Reifen.

Kampf mit den Reifen

Es blieb nicht die letzte Überholung für Schumacher. Der Vorjahressieger der Formel-3-Europameisterschaft verzichtete anders als einige Konkurrenten auf einen Boxenstopp und hatte in der Schlussphase mit den abbauenden Pneus zu kämpfen. In der letzten Runde wehrte Schumacher die Angriffe des nach dem Reifenwechsel zurückgefallenen de Vries erfolgreich ab.

Beim Sieg des Italieners Ghiotto (UNI-Virtuosi) komplettierte das Dams-Gespann Camara (Brasilien) und Latifi (Kanada) das Podium. Schumachers indonesischer Teamkollege Sean Gelael wurde Zehnter und platzierte sich wie schon am Samstag hinter dem Deutschen.

Testfahrer in der Formel 1 für Ferrari

Den ersten Startplatz hatte sich Schumacher am Samstag verdient. Im ersten Rennen hatte er sich von Startplatz zehn auf den achten Rang verbessert und dadurch die Pole für den zweiten Lauf des Wochenendes erobert. Laut Reglement starten die ersten Acht des Samstagsrennens in umgekehrter Reihenfolge in das kürzere Sprintrennen.

Schumachers Bahrain-Abenteuer war mit dem Formel-2-Auftakt noch nicht beendet. Am Dienstag wartet die nächste und größere Herausforderung, die Erfüllung eines Kindheitstraumes. Schumacher wird bei den Testfahrten der Formel 1 für Ferrari ans Steuer gehen - dem Rennstall, mit dem Vater Michael fünf Fahrertitel gewann, eine Ära prägte und zur Legende wurde.

"Ich bin natürlich mehr als begeistert, und ich möchte mich bei Ferrari für diese Möglichkeit bedanken", sagte Schumacher: "Ich bin sicher, dies wird eine großartige Erfahrung werden." So wie sein Debüt in der Formel 2.

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