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München - Nach Lewis Hamilton steigt nun auch Nico Rosberg mit einem eigenen Team in die Extreme E ein - und beide haben enorm viel vor. Es geht auch um Frauen.

Es war DAS Formel-1-Duell der Jahre 2014 bis 2016: Nico Rosberg gegen Lewis Hamilton. Zweimal holte der Brite den WM-Titel, einmal der Deutsche, der sich danach aus dem aktiven Rennsport verabschiedet hat.

Nun soll der legendäre Zweikampf wiederbelebt werden: in der Extreme E, der nagelneuen Rennserie von Formel-E-Gründer Alejandro Agag.

Seit heute ist es offiziell: Dort trifft Nico Rosberg als Teambesitzer von "Rosberg Extreme Racing" (RXR) auf Hamilton, der mit "X44" ebenfalls eigenes Team an den Start bringt. 

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Beide starten dabei vor allem für den Umweltschutz. Denn die Rennserie will ab 2021 mit 544 PS starken und 1650 Kilo schweren Elektro-Geländewagen an Orten fahren, die besonders vom Klimawandel bedroht sind – und dort anschließend auch Aufbauarbeit leisten. 

Rosberg und Hamilton: Formel E für Umweltschutz

"Die Serie bietet eine einmalige Gelegenheit, nicht nur das globale Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken, sondern auch Maßnahmen im Kampf dagegen anzuregen", sagt Rosberg.

Der Formel-1-Weltmeister von 2016 sieht sich selbst als Nachhaltigkeits-Unternehmer. Seit seinem Formel-1-Aus hat Rosberg in zahlreiche Start-ups im Bereich Nachhaltigkeit investiert, unter anderem in die Formel E.

2019 gründete er das Greentech Festival, eine globale Plattform für wegweisende grüne Technologien und einen nachhaltigen Lebensstil.

"Seit meinem Ausstieg als aktiver Fahrer in der Formel 1 dreht sich meine Karriere um nachhaltige Technologien. Es ist unglaublich erfüllend, dies mit meiner Leidenschaft für den Rennsport verbinden zu können", sagt der 35-Jährige.

Team Rosberg von Vater Keke weiterentwickelt

"RXR" nun ist eine Weiterentwicklung vom "Team Rosberg", das 1994 von Nicos Vater Keke gegründet wurde und das mit René Rast derzeit in der DTM dem dritten Titel entgegenfährt. 

Die Extreme E rast von Januar bis Oktober 2021 in den Wüsten von Senegal und Saudi Arabien, im Schnee von Nepal und Grönland und im Amazonas-Regenwald von Brasilien.

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Dorthin gebracht werden die Teams von einem umgerüsteten Postschiff, das als schwimmendes Fahrerlager dient. Neun Mannschaften sind für die erste Saison gemeldet - aus Deutschland sind HWA und Abt-Cupra mit Ex-DTM-Star Mattias Ekström dabei.

"Wir haben viele Monate über dieses Projekt gesprochen und sind begeistert, dass Nico Extreme E für seine offizielle Rückkehr in den Motorsport gewählt hat - als Gründer und CEO seines eigenen Rennteams", sagt Extreme-E-Gründer Alejandro Agag.

Und fügt an: "Es gibt eindeutig eine große Synergie zwischen Nicos Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit und den Zielen von Extreme E, so dass sein Team eine sehr willkommene Bereicherung für die Serie ist."

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Bisher stehen nur wenige Piloten fest. Deutschlands schnellste Rennfahrerin Sophia Flörsch hat getestet, der beinamputierte britische Rennfahrer Billy Monger will für Hamilton an den Start gehen.  

Es wird also ein neues extremes Duell der Formel-1-Champions.

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