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Sebastian Vettel und Max Verstappen wollen 2019 die Dominanz von Mercedes brechen
Sebastian Vettel und Max Verstappen wollen 2019 die Dominanz von Mercedes brechen © Getty Images
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Die Formel 1 könnte 2019 durch Regeländerungen ordentlich durcheinander gewirbelt werden. Stoppen die neuen Aerodynamik-Bestimmungen die Mercedes-Dominanz?

Regeländerungen bei der Aerodynamik könnten die Formel 1 in Zukunft gehörig durcheinander wirbeln.

Die Königsklasse des Motorsports wird 2019 mit neuen Regeln an den Start gehen. Eine Reihe von Änderungen an der Aerodynamik der Autos soll für mehr Überholmanöver sorgen und die Spannung im Titelkampf erhöhen. Die Mercedes-Dominanz könnte gestoppt werden, Red Bull und Ferrari dürfen sich Hoffnungen machen.

Was wird konkret geändert? 

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Der Heckflügel wird von 95 Zentimetern auf 1,05 Meter breiter und wächst um sieben Zentimeter in die Höhe. Die Effizienz des verstellbaren Hecks wird damit verbessert. Zudem wird ein vereinfachter und zugleich um 15 Zentimeter breiterer Frontflügel zum Einsatz kommen. Mit einer simpleren Bauweise des Frontspoilers sollen die Boliden weniger anfällig für die Verwirbelungen des Vordermanns werden. Die Folge: Das Überholen wird leichter.

Stoppen Regeländerungen Mercedes-Dominanz?

Mercedes-Sportchef Toto Wolff hat bereits beim Großen Preis von Japan angekündigt, dass die Neuerungen die Hackordnung in der Formel 1 komplett ändern könnten, "wenn jemand eine Lücke im Regelwerk findet und andere nicht". Laut Paddy Lowe, Technikchef von Williams, könne man mit noch größeren Auswirkungen als bei der Einführung von Hybridmotoren 2014 rechnen. Damals begann die bis heute andauernde Dominanz von Mercedes.

Diese Herrschaft könnte im kommenden Jahr ein Ende finden.

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Vettel ist sich sicher, dass sein Team gut auf die Regeländerungen vorbereitet ist. "Wir wissen, was zu tun ist." Außerdem hat Ferrari 2019 noch einen weiteren Joker mit an Bord. Pascal Wehrlein, der bereits bei Mercedes als exzellenter Testfahrer überzeugte, wird Entwicklungspilot bei der Scuderia. Der ehemalige Formel-1-Pilot soll mindestens 40 Tage im Simulator sitzen und Vettel zu seinem fünften Titel verhelfen.

Große Chance für Red Bull

Noch größere Hoffnungen dürfte sich aber Red Bull um Max Verstappen machen. Chefberater Helmut Marko gab sich schon im Gespräch mit der Sport Bild selbstbewusst. "Wir waren immer stark, wenn es drastische Regeländerungen am Chasis gab. Zahlen belegen, dass wir 2019 nur noch 13 PS Rückstand auf Mercedes und Ferrari haben."

Dazu kommt, dass Red Bull schon einmal von Aerodynamik-Änderungen am meisten profitiert hatte. 2009 hatte es letztmals so gravierende Änderungen in diesem Bereich gegeben. Damals wie heute ist Design-Genie Adrian Newey für die Aerodynamik bei Red Bull verantwortlich. Vettel fuhr daraufhin vier Jahre lang der Konkurrenz davon und wurde zwischen 2010 und 2013 in ununterbrochener Folge Weltmeister.  

Nun könnte ausgerechnet sein aufstrebender Rivale Verstappen der größte Profiteur sein - und ihn auch noch als jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte ablösen.

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