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Lewis Hamilton und Valtteri Bottas werden morgen aus der ersten Startreihe in den Großen Preis von China gehen
Lewis Hamilton und Valtteri Bottas werden morgen aus der ersten Startreihe in den Großen Preis von China gehen © Getty Images
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Shanghai - Valtteri Bottas ist beim Qualifying in Shanghai nicht zu schlagen. Teamkollege Hamilton zieht den Kürzeren. Vettel liefert sich einen heißen Kampf mit Leclerc.

Sebastian Vettel gratulierte knapp und nüchtern. Gegen den besten Valtteri Bottas aller Zeiten und Weltmeister Lewis Hamilton war für den angezählten Ferrari-Star im Qualifying zum 1000. Formel-1-Rennen nichts zu holen. Zumindest verbuchte der viermalige Weltmeister in Shanghai aber einen kleinen Erfolg mit großer Außenwirkung.

Der 31-Jährige geht beim Großen Preis von China (Formel 1: Großer Preis von China So. an 8.10 Uhr im LIVETICKER) als Dritter knapp vor seinem jungen Teamkollegen Charles Leclerc ins Rennen - und über 56 Runden glaubt Vettel durchaus auch an seine Chance im Kampf um den Sieg und die benötige Wende im WM-Kampf. Gerade einmal 17 Tausendstelsekunden trennte die beiden Scuderia-Piloten.

"Der Rückstand ist etwas groß. Ein bisschen mehr wäre drin gewesen, aber wohl nicht genug für die beiden da vorne", sagte Vettel mit Blick auf das Mercedes-Duo, das die ersten beiden Saisonsiege untereinander ausgemacht hatte. WM-Spitzenreiter Bottas nahm bei seiner siebten Formel-1-Pole dem Heppenheimer 0,301 Sekunden ab, Hamilton war 0,278 Sekunden schneller.

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Vettel sieht Chancen auf den Geraden

Vettel vertraut allerdings für das Rennen auf die große Stärke seines SF90: "Die Mercedes sind sehr gut in den Kurven, wir sind auf den Geraden besser. Wenn ich da an sie rankomme, ist was möglich." Im Nacken hat Vettel beim Start den 21 Jahre alten Senkrechtstarter Leclerc, den er um 17 Tausendstelsekunden schlug und damit im Qualifying-Duell mit 2:1 wieder die Führung übernahm.

Ein knapper, aber überaus wichtiger Erfolg, nachdem besonders italienische Medien Vettel bereits angezählt hatten und auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto seinem langjährigen Top-Fahrer den Nummer-eins-Status nur noch auf Bewährung zugestehen wollte.

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Der langjährige Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone (88) legte Vettel gar den Rücktritt nahe. Der Deutsche, der seit zehn Rennen sieglos ist, konterte: "Ich fühle mich auf der Höhe meines Könnens. Ich liebe das Rennfahren Mann gegen Mann. Es ist keine Option, morgen die Formel 1 zu verlassen. Ich habe einen Vertrag bis 2020." Mit Blick auf die Zeit danach erklärte er: "Letztlich muss man schauen, wie sich die Dinge entwickeln."

Australien-Sieger Bottas ("Morgen erst ist der große Tag"), in den vergangenen beiden Jahren leistungsmäßig die klare Nummer zwei bei Mercedes, scheint indes auch in China seinen Aufstand gegen Hamiltons Übermacht fortzusetzen. Der Finne weiß allerdings um die am Samstag stark angestiegene Formkurve seines Teamkollegen, der nach seiner knapp verfehlten siebten China-Pole attestierte: "Ich hatte am Freitag einige Probleme mit dem Auto, aber wir haben ein paar Sachen gefunden. Jetzt ist es sehr eng zwischen uns. Ich versuche, morgen das letzte Quäntchen herauszuholen." Ebenfalls gute Aussichten hat der Emmericher Nico Hülkenberg (Renault) von Startplatz acht.

Bottas könnte WM-Führung ausbauen

Vettel dagegen steht nach zwei schwachen Auftritten zum Saisonstart unter Druck. In der WM belegt der Heppenheimer mit 22 Punkten lediglich den fünften Platz, Leclerc ist ihm vier Zähler voraus. Vor dem Ferrari-Duo liegen Bottas (44), Hamilton (43) und Red-Bull-Pilot Max Verstappen (Niederlande/27), der am Samstag nach einem kleinen Scharmützel mit Vettel zu spät für einen letzten Versuch über Start-Ziel fuhr und nur von Rang fünf startet.

Das Qualifying gänzlich verpasste Alexander Albon nach einem schweren Crash kurz vor Ende des dritten freien Trainings wegen kapitaler Schäden an seinem Toro Rosso. Der 23 Jahre alte Formel-1-Neuling aus Thailand wird das Rennen aus der Boxengasse angehen.

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