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Le Castellet - Nach dem Qualifying zum Frankreich-GP herrscht bei Ferrari Gesprächsbedarf. Mercedes-Star Lewis Hamilton freut sich über seine Pole-Position. Die Stimmen.

Das Qualifying zum Großen Preis von Frankreich geriet zur Silber-Show.

Wie schon so oft in dieser Saison eroberten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas auch in Le Castellet die erste Startreihe für das Rennen (Formel 1: Großer Preis von Frankreich, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER). Auch wenn die Doppel-Pole mehr oder weniger erwartet wurde, war der Jubel bei Mercedes groß.

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Scharmützel zwischen Vettel und Leclerc

Ganz anders die Gefühlslage bei Ferrari. Schon während des Qualifyings kam es zwischen Sebastian Vettel und seinem Teamkollegen Charles Leclerc zu verbalen Scharmützeln.

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Zum Umgang der Scuderia mit dem abgeschmetterten Protest gegen die Vettel-Strafe von Montreal hat Hamilton indes seine eigene Meinung.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, Sky, ORF, aus der Mixed Zone und der Boxengasse zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1: "Ich bin froh, dass ich das Potenzial aus dem Auto herausgekitzelt habe. Es war schwierig, der Wind hat sich stark gedreht, und es war staubig auf der Strecke. Valtteri ist eine starke Runde gefahren, ich bin sehr froh. In der letzten Kurve hatte ich eigentlich zu viel riskiert, aber es ist nochmal gutgegangen."

über die Kritik von Ferrari an der Entscheidung, den Protest gegen die Vettel-Strafe von Montreal zurückzuweisen: "Es war vor dem Rennen definitiv seltsam, zu wissen, dass sich Ferrari mit etwas anderem beschäftigte. Mein Team und ich hätten uns da darauf konzentriert, das Auto zu verbessern. Aber als ich hier ankam, hörte ich, sie würden ein Video mit Karun Chandhok (Experte im britischen TV, Anm. d. Red.) als neuen Beweis vorlegen. Dann war ich ziemlich entspannt."

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Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 2: "Der Wind hat am Ende komplett gedreht. Und da hat in einigen Kurven meine Linie nicht mehr funktioniert. Lewis ist zum Schluss eine sehr gute Runde gefahren. Mein Gefühl war das ganze Wochenende ganz gut, es lag immer nur an Hundertstel. Der Wind hatte sich plötzlich komplett geändert. Die Linie stimmte nicht mehr ganz, Lewis hat es einfach besser gemacht. Wir haben hier wirklich ein sehr, sehr starkes Paket. Das macht natürlich Spaß. Eine schöne Strecke."

Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 3: "Mehr war heute nicht drin. Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit meiner Runde. Wir werden weiter arbeiten und die Lücke zu Mercedes vielleicht noch ein wenig schließen können. Ein guter Start ist morgen das Ziel, das ist hier sehr wichtig. Es wird ein schönes Rennen."

über den Funkzoff mit Vettel auf der Strecke: "Es war so, dass wir zweimal recht knapp dran waren auf der Uhr, um es über die Start-Ziel-Linie zu schaffen. Daher habe ich das Team gefragt, ob sie Seb nicht sagen könnten, dass er pusht, damit ich es auch noch schaffe."

über Funk während des Qualifyings: "Könnt ihr Seb bitte sagen, er möge das Tempo anziehen?"

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 7: "Ich hatte einfach kein gutes Gefühl für das Auto in der letzten Session. Insgesamt fehlte uns der Speed, aber für einen besseren Startplatz waren meine Runden am Ende einfach nicht gut genug. Das Gefühl für die Reifen und den Grip war nicht da. Wir hatten zum Schluss ein Problem, aber das hat uns nicht wirklich eingebremst. Wir müssen schauen, woran es gelegen hat. Für morgen ist das aber nicht so wichtig. Ich denke, im Rennen haben wir einen anderen Speed."

über Funk nach dem Vorwurf von Leclerc: "Wie viel Abstand will er denn noch haben? Ich versuche hier nicht, ihn ausscheiden zu lassen. Das passt schon so."

Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef: "Die Strecke liegt uns richtig mit den vielen langsamen, mittleren und schnellen Kurven und viel Abtrieb. Normalerweise sollte es morgen okay sein."

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