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Der Große Preis von Deutschland sorgt für erheblich Gesprächsbedarf. Toto Wolff findet nichts Gutes an der Mercedes-Performance. Die Stimmen zum Hockenheim-GP.

Der vermutlich letzte Große Preis von Deutschland sorgte für allerlei Turbulenzen, am Ende eines Chaosrennens triumphierte Max Verstappen im Red Bull.

Regen bereitete den Fahrern allerhand Probleme, Kurve 17 entpuppte sich als verkappte Dragster-Strecke und Sebastian Vettel toppte mit seiner Aufholjagd von Platz 20 auf die zwei noch sein Ergebnis von Abu Dhabi 2012.

Allerdings gibt es neben den lachenden Gewinnern Verstappen und Vettel auch reihenweise Verlierer, die mit dem Chaos-Rennen von Hockenheim alles andere als zufrieden sind.

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Vor allem die Silberpfeile sind hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen und haben noch keine rechte Vorstellung, was eigentlich passiert ist. Lewis Hamilton kam als Elfter ins Ziel. Da Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi nachträglich jeweils eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekamen, rückte der Weltmeister allerdings noch auf Platz neun vor.

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SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL, Motorsport Total und aus dem Boxenfunk zusammen.

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 2): "Es hat Spaß gemacht, war aber unheimlich schwer von den Bedingungen. Aber ich bin einfach unglaublich happy."

zur Umstellung auf Intermediates: "Das waren keine Probleme, es hat nur einen Moment gedauert. Mit den Intermediates hab ich nicht so das Handling gekriegt. Aber im Rennen konnte ich mich aus allen Situationen heraushalten. Es war ein langes Rennen. lch kann das alles so noch gar nicht fassen. Gratulation an Max, er hat das heute toll gemacht."

Max Verstappen (Red Bull, Platz 1): "Es ist toll, dass ich heute gewinnen konnte. Ich war mit der gesamten Leistung heute zufrieden."

Daniil Kvyat (Toro Rosso, Platz 3): "Es ist so großartig, endlich wieder auf dem Podium zu sein. Auch für Toro Rosso ist es toll, nach so vielen Jahren wieder da oben zu stehen."

zu den Rennbedingungen: "Es war ein bisschen wie ein Horrorfilm mit einer schwarzen Komödie. Gut, dass ich da überall so durchgekommen bin."

zu seinen Gedanken während des Rennens: "An einem Punkt dachte ich, dass das Rennen vorbei sei. Aber dann erwachte es noch einmal zum Leben. Es war unglaublich! Erst in der Nacht bin ich Vater geworden."

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 9): "Es war einfach ein schlechter Tag, ein schlechtes Wochenende. Mehr gibt es nicht zu sagen. Es war einer der schlechtesten Tage, die ich seit langem hatte."

zur Bedeutung des Rennens für die Meisterschaft: "Man lebt und man lernt dazu. Ich weiß ganz ehrlich nicht, was heute passiert ist. Ich bin froh, dass wir noch einige Rennen vor uns haben, darauf müssen wir uns konzentrieren und gestärkt zurückkommen."

zu seinem Crash in die Wand: "Dass ich gegen die Wand gekracht bin, hat natürlich nicht geholfen, ein gebrauchter Satz Reifen auch nicht. Da kam einfach alles zusammen."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Für uns war es natürlich katastrophal. Am Anfang haben wir es richtig gut kontrolliert, aber dann sind Fehlentscheidungen zu Unfällen dazugekommen. Und so kann man kein Rennen gewinnen."

zum missglückten Boxenstopp von Hamilton: "Er hat den Unfall direkt bei der Boxeneinfahrt gehabt. Da war niemand vorbereitet und dann kam auch noch der falsche Call bei den Reifen. Das ist uns seit Jahren nicht mehr passiert. Das hat uns einigermaßen blöd aussehen lassen."

zu den Wetterbedingungen: "Das Wetter spielt immer eine Rolle, aber man sieht, dass man es auch hinkriegen kann - wie es bei Verstappen der Fall war. Einige Jungs haben das zu ihren Gunsten genutzt, wie Kvyat und Stroll. Ihnen muss man gratulieren. Aber für uns ist natürlich alles in die Hose gegangen."

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zum größten Ärgernis dieses Rennens: "Ich kann gar nicht beginnen - alles!"

Charles Leclerc (Ferrari, Platz 17): "Ich übernehme die volle Verantwortung für den Fehler. Aber ich sage auch ganz ehrlich, dass so eine asphaltierte Dragster-Strecke nichts auf einer Formel 1-Strecke zu suchen hat. Das sollte man nochmal untersuchen. Das geht so nicht."

Nico Hülkenberg (Renault, Platz 16): "Ein technischer Defekt war es nicht. Ich habe in der Kurve 16 bisschen das Heck verloren. Ich habe mich dann entschieden, die Lenkung aufzumachen. Was ich allerdings nicht wusste, ist, dass es dort wie Eis ist. Das war schon fast Dragster. Da war nichts mehr zu retten."

zur Frage, wie enttäuscht er ist: "Wir waren gut unterwegs. Das wird morgen erst richtig weh tun."

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