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Lewis Hamilton und Sebastian Vettel
Auch über den Vorfall in Montreal zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton (vorn) wurde abgestimmt © Imago
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München - Die FIA lässt Fahrer und Teamchefs über strittige Szenen der vergangenen Jahre abstimmen. Damit bezweckt der Verband gleich zwei Ziele.

Die Kritik der Formel-1-Fahrer an den Strafen der Rennkommissare hat offenbar Wirkung gezeigt.

Nach den Strafen für Sebastian Vettel in Montreal und Daniel Ricciardo in Frankreich wurde den Kommissaren vorgeworfen, dass sie zu oft und zu schnell eingreifen. Seit dem Rennen in Österreich hat sich das Bild aber gewandelt: Die Rennleitung lässt den Fahrern mehr Freiheiten. 

Nun reagierte auch der Dachverband der Formel 1. Die FIA versammelte die Teamchefs sowie die Fahrer nach dem ersten Training in Ungarn und spielte ihnen strittige Szenen aus den vergangenen drei Jahren vor. Anschließend wurde per Fragebogen, um das Votum anonym zu halten, abgestimmt.  In Spa sind noch die Sportdirektoren der Teams an der Reihe.

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Vettel für Red-Bull-Chef zu hart bestraft

Zunächst mussten sich die Beteiligten entscheiden, ob es eine Strafe geben soll oder nicht. Sollte man sich für eine Strafe entscheiden, musste erklärt werden, wer hauptsächlich die Schuld trägt.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner verriet in einer Presserunde, dass er in 90 Prozent der Fälle auf eine Strafe verzichtete. Auch die Szene zwischen Lewis Hamilton und Vettel in Montreal, die den Deutschen um den Sieg brachte, bewertete Horner ohne Strafe, wie er erklärte.

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Die FIA will nun die Antworten auswerten, um ein Gefühl zu bekommen, wie die Beteiligten selbst entscheiden würden. Gleichzeitig kann in Zukunft bei vergleichbaren Fällen den Beteiligten ihr eigenes Urteil vorgehalten werden.

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