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Max Verstappen (r.) hielt wenig von Helmut Markos Vorschlag bei Red Bull, die Fahrer absichtlich mit dem Coronavirus zu infizieren
Max Verstappen (r.) hielt wenig von Helmut Markos Vorschlag bei Red Bull, die Fahrer absichtlich mit dem Coronavirus zu infizieren © Getty Images
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Red Bull um Boss Helmut Marko erwog tatsächlich, Max Verstappen und Co. bewusst mit dem Virus anzustecken, damit sie rasch dagegen immun werden. Doch es gab Protest.

Es war tatsächlich ernst gemeint:

Als vor einigen Tagen in der Formel 1 das wilde Gerücht umherging, Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko habe seinen Fahrern um Max Verstappen empfohlen, sich absichtlich mit dem Coronavirus anzustecken, damit diese so zügig dagegen immun werden, klang das wie ein schlechter Witz.

Eine bewusste Infektion in mitten der Pandemie, die aktuell die Welt in Atem hält? Offenbar ein absurdes Hirngespinst des mitunter eigenwilligen Österreichers, dachten viele. Doch nun hat Marko dieses Gedankenspiel ausdrücklich bestätigt.

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Marko: "Das sind alles junge, starke Männer"

"Wir haben vier Formel-1-Fahrer, und acht oder zehn Junioren", sagte Marko in einem Video-Interview mit dem ORF. "Die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir diese doch etwas tote Zeit geistig und körperlich überbrücken. Dann wäre es natürlich ideal, dass dann die Infektion kommt."

Gesundheitliche Bedenken sah der Red-Bull-Lenker, der mit seinen 76 Jahren selbst übrigens zu einer Corona-Risikogruppe zählt, dabei keineswegs. "Das sind alles junge, starke Männer in wirklich guter Gesundheit. Damit wäre man dann, wann immer es losgeht, gerüstet, und man kann für eine wahrscheinlich sehr harte WM, wenn sie einmal beginnt, gerüstet sein."

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Was pragmatisch wirken sollte, rief am Ende dann aber großen Protest hervor. Marko erklärte, er habe über seine Idee "im kleinen Kreis gesprochen", die Reaktionen waren aber eindeutig: "Sagen wir so: Es ist nicht positiv aufgenommen worden."

Verstappen hat "panische Angst" vor Infektion

Am allerwenigsten wohl bei Verstappen: Marko hatte kürzlich erst verraten, dass von seinen Fahrern vor allem der 22 Jahre alte Niederländer "panische Angst" vor einer Infektion habe - umgesetzt wird das Corona-Camp demnach also nicht.

Vielmehr arbeiten die Red-Bull-Piloten aktuell individuell an ihrer Fitness. "Max beispielsweise fährt, glaube ich, mehr Rennen als in einer richtigen Saison. Der fährt dieses E-Racing und bestreitet da teilweise mehrere Rennen pro Tag", so Marko.

Zudem präpariere sich jeder mit einem eigenen Physiotherapeuten oder Personaltrainer bei entsprechenden Konditionsübungen.

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"Das ist jetzt ideal für den Aufbau. Sofern es zu einer Rennsaison mit 15 bis 18 Rennen kommt, wird diese sehr, sehr hart sein", erklärte Marko. "Und in der Saison gibt's dann keine Möglichkeit, um sich konditionell weiter zu stärken. So ist es eigentlich ideal, jetzt diese Zeit zu nutzen."

Auch ohne Corona-Camp...

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