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Sebastian Vettel muss sich vor seinem Teamchef Binotto (Mitte) gegen Charles Leclerc (r.) beweisen
Sebastian Vettel muss sich vor seinem Teamchef Binotto (Mitte) gegen Charles Leclerc (r.) beweisen © Getty Images
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München - Sebastian Vettel geht ins letzte Vertragsjahr bei Ferrari. Teamchef Binotto macht dem viermaligen Weltmeister nun eine Ansage - auch in Bezug auf Leclerc.

Es klingt nach Zuckerbrot, aber auch ziemlich viel Peitsche: Ferraris Teamchef Mattia Binotto hat seinen Piloten Sebastian Vettel für die neue Saison in die Pflicht genommen.

Während wegen der Corona-Pandemie die Formel 1 bereits das dritte Rennwochenende pausiert, hat der Scuderia-Teamchef für seinen deutschen Fahrer durchaus positive Worte übrig. Vettel sei "gut in Form", sagte Binotto in einem Interview mit Formula1.com. Zudem wirke der Heppenheimer "fokussiert".

Binotto: Vettel muss liefern - Verlängerung mit weniger Gehalt?

Zugleich aber machte Binotto unmissverständlich klar: "Er weiß, dass er Leistung liefern muss. Es ist eine Schlüsselphase in seiner Karriere, denn er weiß, dass für seine Vertragsverlängerung entscheidend ist, wie er sich in den ersten Rennen schlägt. Er hat es selbst in der Hand."

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Binottos Aussagen geben tiefe Einblicke über Vettels Verhandlungsposition. Zuletzt war über lediglich ein weiteres Vertragsjahr samt Gehaltskürzung berichtet worden. Demgegenüber erhielt Vettels Stall-Konkurrent Charles Leclerc einen Vertrag bis 2024.

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Beide Vertragsparteien streben nach wie vor eine zeitnahe Lösung an, "so schnell wie möglich" solle es gehen, verriet Binotto.

Vettel mit neuem Ferrari zu alter Stärke? Leclerc lauert

Tempo wird dann allerdings von Vettel auch auf der Strecke gefragt sein, sobald die Saison gestartet werden kann. Vergangenes Jahr lief der erst 22 Jahre alte Leclerc seinem zehn Jahre älteren deutschen Rivalen den Rang der internen Nummer eins ab. 

"Charles' Leistung", glaubt Binotto, habe Vettel "überrascht. Das ist jetzt aber nicht mehr der Fall. Er kennt die Messlatte und weiß, was er zu tun hat. Ich glaube daher, dass er sich über den Winter gut vorbereitet hat. Er hat viel Zeit damit verbracht, sich damit auseinanderzusetzen, was letztes Jahr schiefgelaufen ist, und er will sicherstellen, dass es dieses Jahr besser läuft."

Zudem soll der neue Ferrari besser zum Stil Vettels passen. Keine ganz schlechten Voraussetzungen also, könnte der neutrale Beobachter meinen. Allerdings gab Binotto dem 32-Jährigen auch noch eine weitere Ansage mit auf den Weg: "Gleichzeitig ist es eine der größten Fähigkeiten, die die besten Fahrer haben, sich auf das Auto, das ihnen zur Verfügung steht, einzustellen und das Beste herauszuholen." 

Retten kann Vettel am Ende wohl nur noch der WM-Titel. Zur Erinnerung: Seit seinem Wechsel zum italienischen Traditionsrennstall 2015 blieb er glücklos, während er mit seinem ehemaligen Team Red Bull zuvor von 2010 bis 2013 gleich vier Mal in Folge Weltmeister geworden war.

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