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Mercedes-Teamchef Toto Wolff steigt als Aktionär bei Aston Martin ein. Einen Ausstieg bei Mercedes bedeutet das noch nicht. Er wird aber wahrscheinlicher.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steigt als Aktionär beim britischen Sportwagengersteller Aston Martin ein.

Obwohl der 48-Jährige den Gerüchten um ein Engagement bislang stets einen Riegel vorschob, ist die Meldung nun offiziell bestätigt.

Wolff besitzt Aktienanteil in einem Wert von 42 Millionen Euro

Insgesamt sicherte sich der Österreicher einen Anteil von 0,95 Prozent am Unternehmen, was immerhin einem Gesamtvolumen von 4,77 Prozent der Aston-Martin-Aktien entspricht.

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Wie ein Mercedes-Sprecher mitteilte, hat das "persönliche Investment" in Höhe von umgerechnet 42 Millionen Euro "keinen Einfluss auf seine geschäftsführende Rolle bei Mercedes".

Dennoch dürften die Spekulationen um einen baldigen Abschied Wolffs von Mercedes nun neue Nahrung erhalten. Der 48-Jährige stellte im Gespräch mit der Zeitung Österreich zwar klar: "Ich bin und bleibe Mercedes-Motorsportchef, und daran wird sich kurzfristig nichts ändern."

Aber wie es nach dieser Saison mit Wolff weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Sein Vertrag bei den Silberpfeilen läuft Ende des Jahres aus.

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Noch weiß keiner, welche Auswirkungen die Coronakrise auf das Engagment von Mercedes in der Formel 1 hat. Außerdem soll das Verhältnis von Wolff zu Daimler-Chef Ola Källenius nicht das Beste sein.

Ein Wechsel zu Aston Martin könnte mittel- bis langfristig auch deshalb eine Option sein, weil dort Lawrence Stroll künftig zum Vorstandschef aufsteigen wird. Mit dem Kanadier ist Wolff seit Jahren gut befreundet.

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Daimler sichert sich Vetorecht bei Aston Martin

Für Daimler stellt das Engagement von Wolff zumindest bislang keinen Interessenkonflikt dar. Bereits 2013 hatte Daimler mit Aston Martin einen Vertrag über die Lieferung von Motoren, elektrischen Komponenten und Infotainmentsysteme abgeschlossen.

Darüber hinaus sicherte man sich ein Vetorecht gegen Investitionen von strategischen Wettbewerbern, was bedeutet, dass Daimler neue Investoren bei Aston Martin abblocken kann.

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