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München - Zwischen Sebastian Vettel und Aston Martin laufen offenbar bereits fortgeschrittene Gespräche. Das bisherige Racing-Point-Team müsste dafür aber ein Opfer bringen.

Sebastian Vettels letztes Jahr bei Ferrari scheint zur Katastrophe zu werden. Platz 10 im ersten Rennen, Aus nach Kollision mit Charles Leclerc im Steiermark-GP.

Dem 33-Jährigen hilft es sicher auch nicht, dass weiterhin ungeklärt ist, wie es mit ihm nach der Saison weiterhin geht.

Die Tür bei Renault ist wegen Fernando Alonso zu, Mercedes setzt aller Voraussicht nach weiterhin auf Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, Red Bull schloss eine Rückkehr immer wieder aus.

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Vettel vor Unterschrift bei Aston Martin?

Ein weiteres Team, das theoretisch auch beide Cockpits besetzt hat, aber dennoch weiterhin mit Vettel in Verbindung gebracht wird, ist Aston Martin, das in dieser Saison noch als Racing Point an den Start geht.

Laut der Bild sind die Gespräche zwischen den Bossen um Besitzer und Milliardär Lawrence Stroll, der inzwischen Hauptaktionär beim finanziell angeschlagenen englischen Automobilhersteller ist, und der Vettel-Seite, weit fortgeschritten.

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Demnach stehe Vettel sogar vor der Unterschrift, nur noch Details seien zu klären. Zur neuen Saison soll der Heppenheimer dann für den britischen Rennstall fahren. Auch ein Experte vermutet, dass Vettel sich dem Team anschließt.

"So wie im Fahrerlager hinter der Hand diskutiert wird, ist das Thema wahrscheinlich schon gelaufen. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass Sebastian bei Racing Point auftauchen wird", sagte Gerhard Berger bei Servus TV.

Der DTM-Boss glaubt, dass Racing Point bzw. Aston Martin für Vettel "die einzige Alternative sein könnte, mit der er auch Rennen gewinnen kann".

Teamchef äußert sich

Formel-1-Legende David Coulthard hatte bereits im Mai Aston Martin ins Spiel gebracht.

"Geht er zu Aston Martin, steigt als Teilhaber ein und beginnt damit ein weiteres Kapitel in seiner Karriere?", fragte sich Coulthard im Podcast F1 Nation auf Formula1.com: "Es könnte durchaus eine Option sein, wenn man ein bisschen querdenkt."

Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer hatte zuletzt erklärt, es sei "schmeichelhaft, dass jeder denkt, dass ein viermaliger Weltmeister zu uns kommen könnte."

Allerdings hat das Team "langfristige Verträge mit unseren beiden Fahrern, daher wäre es nur logisch, dass wir keinen Platz haben."

Wird Pérez für Vettel geopfert?

Denn mit Lance Stroll und Sergio Pérez hat das Team zwei Fahrer unter Vertrag. Der 20 Jahre alte Stroll ist als Sohn des Besitzers wohl unantastbar.

Pérez wiederum fährt deutlich besser als Stroll, wie er beispielsweise am Sonntag in der Steiermark bewies, als sich der Mexikaner von Platz 17 auf Rang 6 nach vorn kämpfte.

Laut Bild existiert in Pérez' Vertrag allerdings eine Millionen-Klausel, mit der das Arbeitspapier zwischen beiden Parteien vorzeitig aufgekündigt werden kann.

Allerdings müsse diese bis zum 31. Juli aktiviert werden.

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