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München und Spielberg - Ferrari fährt im Qualifying in Spielberg hoffnungsvoll hinterher, Sebastian Vettel bereitet zumindest etwas Freude. Hamilton erlebt eine Schrecksekunde. Stimmen.

Einen so großen Vorsprung wie Lewis Hamilton beim Qualifying in Spielberg hatte zuletzt Nico Rosberg 2016, als er in Baku 1,2 Sekunden vor Daniel Ricciardo lag.

Der sechsmalige Weltmeister düpierte in seinem Mercedes die Konkurrenz. Hinterher verrät der Brite, dass ihm dennoch "das Herz kurz in die Hose gerutscht" war.  (Formel 1: Großer Preis der Steiermark am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

Bei Ferrari lief es wieder einmal alles andere als rund, Sebastian Vettel haderte nach Startplatz zehn mit der Abstimmung, bei Charles Leclerc lief es noch schlechter.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Spielberg von RTLSky, ORF aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1: "Was für ein schwieriger Tag! Das Wetter war sehr schwierig für uns alle. Als es losging, war die erste Session ok, danach wurde es schlimmer. Aber das ist Racing und ich bin froh, dass sie uns das nicht weggenommen haben. Ich hatte einen heiklen Moment in der vorletzten Runde, da ist mir das Herz kurz in der Hose gerutscht. Das Rennen wird schwierig. Meine Zeiten gestern im Trockenen waren weniger gut, aber ich glaube, heute wäre es besser gelaufen. Morgen soll es sonniger werden, aber ich bin für beide Bedingungen eingestellt."

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zu seiner Pole-Runde: "Es war eine fantastische Runde."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 2:

"Es war insgesamt ein gutes Qualifying. In Q3 hat es wesentlich mehr geregnet und es sah so aus, als hätten wir mit den nassen Bedingungen doch mehr Probleme. Es war nicht einfach, aber der zweite Platz ist ein gutes Ergebnis. Die Sichtbarkeit war grausam. Man sieht gar nicht, wenn man ein paar Sekunden hinten dran ist. Im Trockenen können wir die Mercedes schon angreifen, aber wir müssen mal sehen, wie alles läuft."

zur Frage, ob Sebastian Vettel ihn vor seinem Dreher behindert hat: "Ich habe viel Grip in Q3 verloren. Ich vermute, Sebastian ist in die Box gefahren. Ich habe deshalb untersteuert und kam dann etwas etwas zu weit raus. Ich kam auf den Randstein und verlor das Auto - aber es hätte für Lewis sowieso nicht gereicht."

Carlos Sainz jr. (McLaren), Startplatz 3: "Ich stehe zum ersten Mal in meiner Karriere auf P3. Das fühlt sich super an. Ich habe im letzten Versuch eine super Runde hingelegt. Es gab so viel Aquaplaning. Unsere Rennpace war am Freitag besser als gedacht. Wir sind recht zuversichtlich. Die ersten Runden werden sicherlich hart, aber ich hoffe, dass ich meine eigene Pace finden kann. Ich bin stolz, dass mein bestes Qualifying unter diesen Bedingungen passierte. Ich liebe es, im Regen zu fahren."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 4: "Ich hatte heute einfach Probleme. Ich hatte kein Grid, habe nicht genug Temperatur in die Reifen gekriegt. Dazu hatte ich mit einer verglasten rechten Vorderradbremse zu kämpfen. Deshalb konnte ich beim Bremsen nicht alles aus dem Auto herausholen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 10: "Es hat eigentlich sehr viel Spaß gemacht, bei diesen Bedingungen zu fahren, es war richtig schwer. Aber es hat unglaublich lang gedauert. Insgesamt waren wir einfach nicht schnell genug. Am Ende hat es wieder stärker geregnet, was es sehr schwierig machte. Der Anspruch ist natürlich weiter vorne zu sehen. Wir versuchen alles herauszuholen. Man kann nicht von innerhalb einer Woche einen Quantensprung erwarten. Unabhängig vom Tag heute wollen wir morgen das Beste daraus machen. Wir sollten im Renntrimm schneller sein."

zur Abstimmung: "Unser Auto war nicht gut auf Regen abgestimmt. Wir haben uns unheimlich schwer getan mit dem vielen Wasser auf der Strecke, wir hatten viel Aquaplaning und ich habe das Auto ein paar Mal verloren."

Mattia Binotto (Teamchef Ferrari): "Ein sehr enttäuschender Tag. Wir müssen akzeptieren, dass die Stoppuhr nicht lügt. Wir waren in zwei Qualifying-Sessions nicht konkurrenzfähig - nicht nur gegen die, die in den vergangenen Jahren unsere größten Rivalen waren, sondern auch gegen andere, die bisher allgemein hinter uns waren. Wir haben hart daran gearbeitet, früher als geplant Updates mitzubringen - aber sie haben auf der Strecke nicht ihren Wert gezeigt. Wir müssen herausfinden, warum das so ist und den Zustand, der einfach nicht genug für ein Team mit dem Namen Ferrari ist, ändern."

Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 14: "Ich habe an der Vorderachse ein aggressiveres Set-up ausprobiert. Im Trockenen war es gut, aber schwieriger im Nassen. Vielleicht wird es damit vorhersehbarer im Rennen. Dann könnte es besser laufen. Ich glaube jedenfalls, wir haben die richtige Wahl getroffen. Das Hauptproblem war, dass wir einfach nicht schnell genug waren. Wir sind im Moment einfach zu langsam. Uns war klar, dass wir uns hier in einer schwierigen Situation wiederfinden würden. Es wäre jedoch wirklich zu viel, wenn jemand behauptet, das Auto sei unfahrbar. So weit würde ich nicht gehen."

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Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Heute haben wir im Qualifying vieles richtig gemacht. Den Quali-Modus des Motors haben wir sehr gut hingekriegt im letzten Abschnitt. Da hat auch die Runde perfekt gepasst. Das Auto war sehr gut, aber der Fahrer hat den Ausschlag gegeben."

zur Pole-Runde von Hamilton: "Fahrer und Auto müssen verschmelzen und eins werden. Ein perfektes Auto, mit den Reifen im richtigen Temperaturfenster und eine perfekte Fahrbarkeit der Power-Unit mischen sich mit Können und Intelligenz des Rennfahrers. Nur dann sieht man solche Leistungen."

Ausblick auf das Rennen: "Morgen ist das schon ein ganz anderes Spiel, alleine schon vom Wetter her. Es wird trocken, aber nicht ganz so heiß wie gestern. Max steht in der ersten Startreihe, damit ist alles möglich. Er kann das Rennen gewinnen. Valtteri muss versuchen, an Sainz vorbeizukommen."

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