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München und Barcelona - Sebastian Vettel ärgert sich beim Rennen in Barcelona über widersprüchliche Kommandos von Ferrari. Lewis Hamilton begibt sich in "andere Sphären". Die Stimmen.

Lewis Hamilton steuert nach dem Sieg in Barcelona weiter mit großen Schritten auf seinem siebten WM-Titel in der Formel 1 zu - danach spricht der Brite davon, dass er sich während des Rennens "in einer anderen Sphäre" befand.

Sebastian Vettel erkämpfte sich derweil im Ferrari einen siebten Platz. Ärger gab es trotzdem einmal mehr rund um die Scuderia, da die Box dem viermaligen Weltmeister mit wechselnden Strategie-Ansagen verwirrte. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Barcelona von RTLSky, ORF aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

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Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1: "Ich bin überrascht, dass es in Sachen Reifen-Management so gut gelaufen ist, nach den großen Schwierigkeiten in Silverstone. Aber das ging tadellos. Wir dachten zwischendurch sogar kurz daran, mit nur einem Stopp durchzufahren. Ich fuhr wie benommen, ich war in einer anderen Sphäre. Mir war in der letzten Runde nicht mal klar, dass das Rennen vorbei ist. Was für ein Auto! Was für ein Team! Ich hoffe, es geht zuhause in den Werken allen gut, ein riesiges Dankeschön für dieses Auto. Wir geben weiter Vollgas!"

Max Verstappen (Red Bull), Platz 2: "Zwischen die beiden Mercedes zu fahren, war war heute sehr gut für uns. Wir hatten heute klarerweise nicht die Pace von Lewis. Daher bin ich zufrieden mit P2. Es war entscheidend, dass wir am Start an Valtteri vorbeigekommen sind. Danach fuhr ich einfach mein eigenes Tempo."

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Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 3: "Ich habe schon am Start meine beste Chance verloren. Ich kam nicht so gut weg wie die Fahrer um mich herum. Vorne war Lewis weg, also hatte ich keinen Windschatten, dafür bekamen die Piloten hinter mir einen. Dann wurde es in der ersten Kurve noch sehr eng und ich fand mich in einem Sandwich wieder. Eigentlich wollte ich die Kurve ganz anders anfahren, aber da war schon ein Auto von Racing Point, damit waren zwei Ränge futsch. Immerhin haben die Reifen besser gehalten dieses Mal."

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 7: "Es ist immer noch ein Auf und Ab, einige Sessions fühlen sich besser an als andere. Der erste Stint war schwierig, im zweiten hatte ich wieder viel stärker das Gefühl, die Kontrolle über das Auto zu haben. Ich denke, es gibt meinerseits immer noch viel zu tun."

... über die mutige Ferrari-Strategie, auf einen zweiten Stopp zu verzichten: "Wir hatten gesagt, wir haben nichts zu verlieren, denn sonst wären wir irgendwie auf Platz elf rausgekommen. Und ob wir dann drei oder vier Autos überholt hätten, wage ich zu bezweifeln. Die Reifen hätten nicht so lange halten sollen, wie sie gehalten haben. Ich glaube, da haben wir dann gut reagiert."

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... über seinen Ärger am Boxenfunk: "Ich erwischte die Jungs vor mir, als sie zum zweiten Stopp abbogen. Aber ich war nicht in Eile, um sie zu schnappen, sondern schonte die Reifen. Dann wurde mir gesagt, ich soll Druck machen, und das tat ich dann auch. Dann wurde ich gefragt, ob ich es bis ins Ziel schaffe, und ich sagte, das hätten sie mich auch drei Runden vorher fragen können. Denn ich habe mich zuvor extra mehrmals nach der Strategie erkundigt, wie weit wir mit dem zweiten Reifensatz gehen wollen, damit ich meine Reifen entsprechend schonen konnte. Die letzten fünf Runden waren wirklich sehr, sehr schwierig. Es hat geholfen, dass wir überrundet wurden, um ehrlich zu sein. Das ist nicht immer der Fall, aber heute war es so."

... am Boxenfunk, nachdem Ferrari ihm plötzlich doch mitteilte, dass er seinen Reifen schonen soll: "Verdammt, danach habe ich euch doch vorher gefragt.

... zur Frage, was Ferrari nach diesem Wochenende ändern muss: "Meine Meinung ist nicht mehr wichtig."

Charles Leclerc (Ferrari), ausgeschieden: "Es gab zwei Probleme. Zunächst ist der Motor abgestorben. Ich habe dann versucht, ihn wieder anzulassen. Als ich bemerkt habe, dass das nicht funktioniert, habe ich die Gurte gelöst. Dann musste ich an die Box fahren, um sie anziehen zu lassen. So schlecht war das Rennen eigentlich nicht. Wir hatten heute die Chance, auf P6 oder P7 zu fahren. Vor allem auf dem weichen Reifen waren wir schnell. Auf dem Medium hingen wir im Verkehr fest. Bei mir lief es bis zum Problem aber ganz gut."

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Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportberater):

zu Verstappens Kritik an der Strategie: "Das ist halt das Temperament, das manchmal mit Max durchgeht. Ist halt dumm, wenn das alles on air ist. Die Strategie muss er aber schon uns überlassen. Wir haben genauer gesehen, wie weit ist der Reifen heruntergefahren. Wir wussten, dass er teilweise am Limit ist. Für uns war wichtig, Bottas hinter uns zu halten. Das ist ja dann auch erfolgreich gelungen. Die zwei Mercedes zu splitten, das ist für uns schon ein Erfolg."

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