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München - Ex-Fahrer Ralf Schumacher ist im AvD Motorsport Magazin der Meinung, dass Honda bei seinem Ausstieg aus der Formel 1 nicht ganz mit offenen Karten gespielt hat.

 Ralf Schumacher geht davon aus, dass Red Bull trotz des Ausstiegs von Motorenlieferant Honda der Formel 1 erhalten bleibt. Das machte der Bruder von Michael Schumacher bei SPORT1 deutlich.

"Ich glaube nicht, dass sie aus der Formel 1 aussteigen", sagte der ehemalige Rennfahrer im AvD Motorsport Magazin.

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Dafür habe die Königsklasse für den österreichischen Weltkonzern schließlich ein zu großes Marketing-Potenzial - zumal das ebenfalls von wegbrechenden Honda-Triebwerken betroffene Team AlphaTauri offenbar bereits dicht davor steht, die Reißleine zu ziehen.

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Schumacher denkt auch an deutschen Hersteller 

Doch wie löst man nun das Antriebsproblem beim österreichischen Rennstall? Für Schumacher ist die Sache recht einfach geklärt.

"Das Regelwerk sieht vor, dass ein Motor zur Verfügung stehen muss. Renault hat bereits signalisiert, dass sie dafür bereit wären, obwohl die Zusammenarbeit nicht ganz so Früchte getragen hat", erklärte der 45-Jährige.

Und fügte hinzu: "Es wäre möglich, dass Red Bull das selbst übernimmt, das System von Honda abkauft - vielleicht mit Unterstützung. Das wäre ein denkbares Szenario mit der Option, dass eventuell ein deutscher Hersteller 2025, 2026 mit einsteigt."

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Vor Honda hatte Renault als Motorenpartner von Red Bull agiert - die Trennung zur Saison 2018 war allerdings nicht im Guten vollzogen worden.

Schumacher stichelt gegen Honda

Die Begründung des japanischen Herstellers, sich in Zukunft mehr um die Entwicklung im Elektronikbereich kümmern zu wollen, ist für Schumacher übrigens nur die halbe Wahrheit: "Ich glaube, Honda kam diese Ausrede (dass man in Zukunft mehr auf Elektrik setzen wolle; Anm. d. Red.) sehr gelegen."

"Wegen Corona ist viel passiert", so der Bruder von Rekordweltmeister Michael Schumacher weiter. "Viele Arbeitsplätze sind in Gefahr, Honda geht es da auch nicht besser. Das Management wird sich über die Kosten Gedanken machen. Es geht also nicht nur um Grün, sondern auch um das Geld."

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