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München - Red Bull ist das Team der Stunde bei den Tests der Formel 1. Max Verstappen hat trotzdem keine Lust auf die Favoritenrolle. Lewis Hamilton bleibt gelassen.

Drei Tage Wintertests in Bahrain und eine Erkenntnis steht schon fest: Red Bull-Honda ist stark.

"Das ist der beste Testauftakt, den wir je hatten", sagt Red-Bull-Sportchef Helmut Marko zu SPORT1: "Das Auto reagiert auf die Änderungen, wir konnten sogar schon mit dem Set-up spielen." 

Auch der Zwischenfall mit der Motorhaube vom Samstag ist aufgeklärt. Sergio Pérez verlor da die Abdeckung mitten auf der Start-Ziel-Geraden, als er einen Williams überholen wollte. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

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Marko verrät: "Der Williams ist unerwartet langsamer geworden und Pérez hat ihn mit dem Frontflügel berührt. Dabei ist ein Teil abgefallen, das die Abdeckung wie ein Geschoss abgerissen hat." 

Verstappen: "Markant verbessert"

Abgesehen davon lief der Test reibungslos für Red Bull. "Alles funktioniert bislang wie erhofft, der Wagen reagiert so wie wir das erwartet hatten", sagt Max Verstappen und ergänzt: "Wir haben uns mit dem neuen Auto markant verbessert, das lässt sich trotz der veränderten Aerodynamik und der anderen Reifenkonstruktion spüren."

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Dabei sollte auch die folgende Aussagen die Konkurrenz ins Grübeln bringen. "Wir haben noch lange nicht begonnen, aufs Tempo zu drücken. Derzeit geht es um Grundlagenarbeit. Honda hat in jeder Hinsicht zugelegt, bei Motorleistung und Energierückgewinnung."

Auch Sky-Experte Timo Glock beobachtet: "Der Red Bull sieht sehr gut aus, stabil auf der Hinterachse, stark beim Anbremsen, wie ein Brett beim Beschleunigen."

Red Bull in der Favoritenrolle?

Trotzdem hat Verstappen keine Lust auf die Favoritenrolle. "Ich sehe uns nicht als Favorit", betont er: "Das ist jenes Team, das all diese Rennen und Titel gewonnen hat. Da hat sich für mich nichts geändert." 

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Doch bei Mercedes läuft es noch nicht so rund wie bei Red Bull. Erst Getriebeärger, dann ein Ausritt von Lewis Hamilton. Dazu kommt der Mercedes W12 nicht auf Red Bulls Tempo. "Das Heck sieht nervös aus", analysiert Glock: "Vielleicht ist die geringe Anstellung des Autos bei den neuen Unterboden-Regeln wirklich ein Handicap."

Hamilton: "Nie einfach, ständig auf hohem Niveau zu fahren"

Hamilton räumt bereits ein: "Es ist nie einfach, ständig auf hohem Niveau zu fahren. Aber Sorgen mache ich mir keine, das bringt doch nichts. Denn erstens bin ich froh, wenn wir während der Wintertests auf Schwierigkeiten treffen und nicht am ersten Rennwochenende. Zweitens kann man nicht automatisch erwarten, dass immer alles optimal läuft."

Und die Konkurrenz habe eben nicht geschlafen. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Trotzdem will der Titelverteidiger, der am Samstag genau wie sein Teamkollege Valtteri Bottas über ein besonders zickiges Heck klagte, keine Alarmglocken schrillen lassen. "Red Bull-Honda sieht sehr stark aus", weiß er, "aber ich mache mir wirklich keinen Kopf. Würde mir das Kopfschmerzen machen, so wäre das etwas Negatives. Ich konzentriere mich ganz auf unsere Arbeit und darauf, unser Auto besser zu machen."

Fest steht: Mercedes darf man nie abschreiben. Aber Red Bull ist das Team, das es zu schlagen gilt.

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