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Mutapcic-Debüt macht Hoffnung

Mutapcic-Debüt macht Hoffnung

Mit einem B-Team erreicht Mutapcic beim Turnier in Italien Platz zwei. Viele Erkenntnisse liefern die drei Spiele aber nicht.
Mit einem B-Team erreicht Mutapcic beim Turnier in Italien Platz zwei. Viele Erkenntnisse liefern die drei Spiele aber nicht.

Trient - Der Motor stotterte arg, am Ende sprang er dennoch an:

Die deutschen Basketballer haben trotz durchwachsener Leistungen und einer Rumpftruppe beim Turnier in Italien Platz zwei belegt. Ein trügerisches Ergebnis für den neuen Bundestrainer Emir Mutapcic, auf den vor der anstehenden EM-Qualifikation noch viel Arbeit wartet.

Beim Deutschen Basketball Bund (DBB) gibt man sich trotz aller vorhandenen Baustellen entspannt.

"Erster Schritt"

"Es war ein erster Schritt in der Vorbereitung. Wir haben schlecht angefangen und uns dann von Spiel zu Spiel entwickelt", sagte DBB-Sportdirektor Peter Radegast und fasste ein Turnierwochenende zusammen, bei dem Mutapcic von seiner Mannschaft gleich drei Gesichter gesehen hatte.

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Beim katastrophalen Auftakt gegen den Gastgeber (59:91) war das Team teilweise "unter die Räder gekommen", sagte Radegast. Gegen Belgien wurde ein knappes 74:71 erkämpft, ehe sich die DBB-Auswahl mit einem Kantersieg gegen die Niederlande (73:42) in Richtung Heimat verabschiedete.

Bei der EM 2013 hatte es beispielsweise mit einem wesentlich prominenter besetzten Kader gegen Belgien noch eine Niederlage gegeben.

Dennoch: In dieser Konstellation dürfte das Team nach dem Lehrgang im Bundesleistungszentrum Kienbaum und dem Testlauf in Südtirol künftig wohl nicht mehr zusammenkommen (DATENCENTER: Die EM-Qualifikation).

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Reihenweise Absagen

Vor seinem ersten Auftritt an der Seitenlinie hatte Mutapcic reihenweise Absagen seiner Leistungsträger kassiert: Niels Giffey, Tim Ohlbrecht, Elias Harris und Danilo Barthel weilen in den USA und hoffen, über die Summer League den Sprung in die Eliteliga NBA zu schaffen.

Zudem genießen einige Spieler noch Sonderurlaub. In Trient kamen deshalb gleich sechs Spieler zu ihrem Länderspieldebüt. Dabei hinterließ vor allem Maximilian Kleber (Obradoiro CAB/Spanien) einen starken Eindruck.

Ob die Neulinge auch beim Lehrgang in Lissabon mit Länderspielen gegen Portugal (19./20. Juli) oder dem Test in Leipzig gegen Finnland (27. Juli) dabei sind, ließ Radegast offen: "Da muss man abwarten. Einige der Debütanten haben aber vielversprechende Leistungen gezeigt."

Keine Garantie für Leistungsträger

Die Leistungsträger sollten sich nach Radegasts Meinung aber keinesfalls in Stammplatznähe wähnen. "Es ist kein Automatismus, dass die Spieler, die später zum Team stoßen, gleich einen Platz sicher haben, auch sie müssen sich beweisen", sagte der Sportdirektor.

Direkt nach dem Portugal-Trip sollen die Summer-League-Teilnehmer zum Team stoßen.

Zu viele Ballverluste

"Unsere Energie, Aggressivität und Motivation waren sehr hoch, das ist ein gutes Zeichen", sagte Mutapcic nach dem zweiten Sieg: "Ein Problem haben wir noch mit Ballverlusten, das ist zusammen mit den Fastbreaks die zweite Dimension, an der wir arbeiten müssen."

Mit dem Debüt des neuen Trainers, der den erfolglosen Frank Menz abgelöst hatte, ist man beim DBB aber zufrieden. "Italien war für ihn auch der erste Gradmesser", sagte Radegast: "Die Spieler haben positiv auf seine Ansprache und seine Spielidee reagiert. Die Stimmung im Team ist gut."

Die EM-Qualifikation im Überblick:

Sonntag, 10. August: Polen - Deutschland Mittwoch, 13. August: Österreich - Deutschland Sonntag, 17. August: Deutschland - Luxemburg (in Trier) Mittwoch, 20. August: Deutschland - Polen (in Bonn) Sonntag, 24. August: Deutschland - Österreich (in Hagen) Mittwoch, 27. August: Luxemburg - Deutschland