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Basketball-EM: Final-Traum geplatzt - So geht es weiter für Deutschland

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Basketball-EM: Final-Traum geplatzt - So geht es weiter für Deutschland

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Wie es für Deutschland nun weitergeht

Wie es für Deutschland nun weitergeht

Für die deutschen Basketballer ist der große Traum vom Gewinn der Goldmedaille bei der Heim-EM zerplatzt. Nun geht es in Berlin um Bronze.
Der Traum vom Titel ist vorbei. Das deutsche DBB-Team muss gegen Spanien die Segel streichen und scheidet im EM-Halbfinale aus.
. SPORT1
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von SPORT1

Auf der Tribüne starrte Dirk Nowitzki ins Leere, auf dem Parkett ließ sich Dennis Schröder von seinen Kindern trösten und blickte ganz schnell nach vorn. (NEWS: Alles Wichtige zur Basketball-EM)

„Das Turnier ist noch nicht vorbei. Unser Ziel war es, eine Medaille zu gewinnen, die Option ist noch da“, sagte der Kapitän, nachdem der Goldtraum im EM-Halbfinale gegen Spanien trotz einer starken Vorstellung beim 91:96 (51:46) bitter geplatzt war. Nun geht es für die deutschen Basketballer in Berlin um Bronze. (Die Stimmen zum EM-Aus des DBB-Teams)

„Schade, dass wir verloren haben. Wir müssen im Endeffekt den Spaniern ‚Credit‘ geben“, sagte Schröder bei MagentaSport. Auch Gordon Herbert war enttäuscht. „Das dritte Viertel hat uns wehgetan“, sagte der Bundestrainer. „Wir müssen uns sammeln und für Sonntag bereit sein.“

Dann (ab 17.15 Uhr im LIVETICKER) besteht im Spiel um Platz drei gegen Polen immer noch die Chance auf die angepeilte EM-Medaille. 1993 hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in München zum bislang einzigen Mal triumphiert. Auch 2005 stand das Team im Finale der EuroBasket, damals gab es nach einer Niederlage gegen Griechenland in Belgrad Silber. Jetzt winkt zumindest die dritte Medaille.

Deutsche Defense schwächelt

Drei Tage nach dem Viertelfinalcoup gegen Griechenland um NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo (107:96) blieb Herbert seiner Starting Five treu. Neben Schröder begannen Daniel Theis, Johannes Voigtmann, Franz Wagner und Andreas Obst im vierten EM-Halbfinale mit deutscher Beteiligung.

„Die sind physisch. Wir müssen natürlich ready sein“, sagte Schröder vor dem Duell. Und das deutsche Team war bereit. Sieben Jahre nach dem Aus in der EM-Vorrunde an gleicher Stelle, als Nowitzki bei der bitteren Niederlage gegen die Spanier sein letztes Länderspiel absolvierte, begann die DBB-Auswahl hellwach.

In der Offense klickte es, doch das galt auch für die Spanier. Besonders Center Willy Hernangomez machte den Deutschen in der Zone Probleme. Bei den Gastgebern übernahm früh Schröder, der oft mutig zum Korb zog, seine Teamkollegen bediente oder punktete. Doch die Defense, eigentlich das Prunkstück, funktionierte nicht.

Schröder überragt bereits zur Pause

Vom Halbfinalduell 2005, als die deutsche Mannschaft durch einen Nowitzki-Korb drei Sekunden vor Schluss gegen Spanien gewann (74:73), stand nur Rudy Fernandez auch in Berlin auf dem Feld. Der Routinier traf zwei Dreier in Serie und verschaffte seiner Mannschaft den ersten größeren Vorsprung (33:24/13. Minute).

Doch der glänzend aufgelegte Schröder sorgte dafür, dass es erst eng blieb und sich dann das Spiel drehte. Der Point Guard, der am Donnerstag seinen 29. Geburtstag feierte, stand zur Pause schon bei 19 Punkten. „MVP“, MVP“ schallte es durch die Halle, die Fans bejubelten zudem einen 14:0-Lauf, Nowitzki erhob sich vom Sitz.

„Die Stimmung in dieser Halle ist großartig. Die Jungs sind einfach unglaublich“, sagte Annalena Baerbock bei RTL. Die Außenministerin verfolgte das Halbfinale in der mit 14.073 Zuschauern erneut ausverkauften Halle, Baerbock sah zu Beginn der zweiten Hälfte starke Spanier und unkonzentrierte Deutsche.

Final-Traum platzt in letzter Minute

Die Phase endete schnell, Topscorer Schröder (30 Punkte) traf weiter hochprozentig, beim Spielmacher klappte fast alles - erstmals gelang eine zweistellige Führung (71:61/19.). Aber Spanien kam zurück, vor allem dank Lorenzo Brown (29 Punkte).

Die Entscheidung fiel in der Schlussminute. Die Offense stockte, Brown traf an der Freiwurflinie zum 88:80. Obst und Maodo Lo verwandelten noch schnelle Dreier, aber es half nichts mehr.

Es besteht weiter große Hoffnung auf die dritte EM-Medaille. Polen war am Freitag im Halbfinale gegen Frankreich chancenlos (54:95).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)