Die Euphorie vor der Heim-WM ist bei den deutschen Basketballerinnen schnell verflogen. Nach der deutlichen 53:83 (24:50) gegen Spanien in Berlin muss keine 24 Stunden später am Samstag (18 Uhr) an gleicher Stelle bereits möglichst ein Sieg gegen Japan her.
Basketball-WM der Frauen: Deutschland - Japan heute live im Free-TV, Livestream und Ticker
Schlägt Deutschland zurück?
Ziel muss nun Platz zwei in der Gruppe A sein, in diesem Fall ginge es in der Qualifikationsrunde für das Viertelfinale gegen den Dritten der Staffel B. Doch das dürfte schwierig werden, auch die weiteren Vorrundengegner Japan und Mali – gerade nach dem Sensationssieg gegen Spanien – sind nicht zu unterschätzen. Der Gruppensieg ist schon nicht mehr realistisch.
Basketball-WM der Frauen: Deutschland – Japan heute live verfolgen:
- Free-TV: ProSieben MAXX
- Stream: Joyn, MagentaSport, MagentaTV
- Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App
Doch wie soll so schnell der Umschwung her? „Ich muss mich einmal sammeln hier. Ich kann gerade nicht so positiv sein, weil ich mich sehr darüber ärgere, dass wir nicht abgeliefert haben“, erklärte Marie Gülich nach der Pleite. Sie bemängelte: „Ich finde, wir müssen viel besser antworten wenn sie so die Dreier treffen. Es geht um die Art, wie wir auf Dinge antworten. Das muss schneller und mit mehr Aggressivität passieren. Einfach mit mehr Bestimmtheit.“
Positiv stimmte immerhin, dass Leistungsträgerin Nyara Sabally nach ihrer Verletzung ihr Comeback feierte und äußerlich ohne Einschränkungen spielen konnte. Dabei wurde ihre Vorbereitung von einem großen Theater geprägt.
Japanerin knackt WM-Rekord
Doch trotzdem ist der Druck gegen Japan extrem hoch. Und die Asiatinnen kommen mit viel Rückenwind. Saki Hayashi traf beim 101:97-Erfolg gegen Mali neun Dreier und stellte damit sogar einen WM-Rekord auf.
Hayashi verwandelte überragende neun ihrer 15 Dreier-Versuche und knackte damit die Bestmarke der Koreanerin Beon Yeon-Ha, die vor 24 Jahren bei der WM 2002 acht Dreier gegen Frankreich getroffen hatte. Das gleiche Kunststück gelang auch der Kubanerin Gricel Herrera Mendez 1998 gegen die Slowakei.