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“Sehr unklug, sehr destruktiv”: Basketball-Star Dennis Schröder am Pranger

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“Sehr unklug, sehr destruktiv”: Basketball-Star Dennis Schröder am Pranger

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“Sehr unklug”: Schröder am Pranger

Mit brisanten Aussagen über Maximilian Kleber hat Dennis Schröder für viel Aufsehen gesorgt. Zwei Größen des deutschen Basketballs weisen den NBA-Star deswegen zurecht.
Nach der Aufregung wegen seiner Aussagen über Nationalmannschaftskollege Maximilian Kleber hat sich Kapitän Dennis Schröder erneut zur Wort gemeldet und die Reaktionen kritisiert.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Die harten Aussagen von Dennis Schröder über NBA- und Nationalmannschaftss-Kollege Maximilian Kleber haben für reichlich Wirbel gesorgt, nun gerät der deutsche Basketball-Kapitän selbst in die Kritik.

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In einem Interview beim neuen Streaming-Anbieter Dyn haben sich sowohl Rekordnationalspieler Patrick Femerling als auch Stefan Koch, zweimaliger BBL-Trainer des Jahres, verwundert über Schröders Auftreten in den vergangenen Tagen gezeigt. Dessen Äußerungen seien „sehr unklug, sehr destruktiv“ gewesen, sagte Koch.

„Die eigentliche Aufarbeitung steht dem DBB noch bevor. Das ist eine Kritik am Bundestrainer, das ist eine Kritik am Verband. Da gibt es noch einiges aufzuarbeiten, bevor es in Asien losgeht“, stellte der 59-Jährige unmissverständlich klar.

„Situation ist natürlich sehr, sehr kompliziert“

Am vergangenen Wochenende hatte Schröder Kleber verbal attackiert und kritisiert, dass der Forward der Dallas Mavericks an der kommenden Weltmeisterschaft in Asien (25. August bis 10. September) teilnimmt.

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Kleber verzichtete im Vorjahr auf die Heim-EM. Schröder, der das Team dort zu Bronze führte, kritisierte das - und äußerte dabei indirekt auch Unverständnis über die Nominierungspolitik von Bundestrainer Gordon Herbert zeigte.

.Maxi war letztes Jahr nicht da“, sagte der frisch zu den Toronto Raptors gewechselte Spielmacher im Podcast Got Nexxt und fügte hinzu: „Wenn du dich halt nicht committet (verpflichtet) hast - das war eigentlich die Message für uns alle - dann bist du nächstes Jahr auch nicht dabei.“

Schröder verknüpfte seine Botschaft auch mit scharfen Worten über Klebers spielerische Anlage, in denen der Vorwurf der Selbstüberschätzung anklang: “Wenn du zu Gordon Herbert sagst: ‚Ich bin Maxi, und ich will im Sommer Ballhandling trainieren und an meinem Game arbeiten: Maxi, sorry, aber du hast kein Game. Du wirfst in der Corner, du verteidigst. Du bist ein Pick-and-Roll-Spieler. Du bist ja nicht ein Carmelo Anthony.“

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In eine Lage gebracht, „die nicht sein muss“

Zwar sollen sich die beiden Profis mittlerweile ausgesprochen haben. Dennoch erklärte Kleber daraufhin, nicht an der WM teilnehmen zu wollen: „Die jüngsten unglücklichen und unangebrachten öffentlichen Äußerungen über mich haben jedoch zu 100 Prozent deutlich gemacht, dass ich im Nationalteam nicht uneingeschränkt willkommen bin.“

Schröder warf seinerseits den Medien vor, „Sachen zu verdrehen“, seine Aussagen seien „nicht böse gemeint“ gewesen.

Koch wie auch Femerling sehen dennoch Anlass für Schröder, sich selbst zu hinterfragen.

„Die Situation mit Dennis und Maxi ist natürlich sehr, sehr kompliziert“, meinte Femerling: „Durch die Aussagen von Dennis wird eine harte Entscheidung vorausgesetzt, weil man dadurch auf jeden Fall erst einmal polarisiert und einen Keil in die Mitte treibt“. Schröder habe Kleber dadurch in eine Lage gebracht, „die nicht sein muss“.