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Basketball-WM: USA statt Deutschland - hat US-Star Austin Reaves die falsche Wahl getroffen?

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Basketball-WM: USA statt Deutschland - hat US-Star Austin Reaves die falsche Wahl getroffen?

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Hat US-Star das falsche Land gewählt?

Austin Reaves scheidet mit den USA im WM-Halbfinale gegen Deutschland aus. Vor dem Turnier hat der Star eine folgenschwere Entscheidung getroffen. War sie falsch?
Das DBB-Team schafft historisches und steht erstmals im Finale der Basketball-WM. Im Halbfinale schlägt das Team den Titelfavoriten aus den USA.
Vincent Wuttke
Vincent Wuttke

Als sich die Jubeltraube der deutschen Basketballer aufgelöst hatte, ging DBB-Anführer Dennis Schröder bei der Basketball-WM direkt auf Austin Reaves zu, umarmte ihn innig für mehrere Sekunden und flüsterte ihm noch einige Sätze in das Ohr.

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Wenige Sekunden zuvor hatte Schröder für eine Sensation gesorgt und die NBA-Stars der USA um Reaves im Halbfinale ausgeschaltet. Während Deutschland historisches schaffte, war es für die Amerikaner eine herbe Enttäuschung.

Nach dem Einzug ins Finale der Basketball-WM zeigt sich Kapitän Dennis Schröder einfach nur stolz auf sein Team.
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Basketball-WM: Dennis Schröder mit Lobeshymne auf DBB-Team nach Finaleinzug

Für den geschlagenen Lakers-Star Reaves ist diese 111:113-Niederlage in einem der besten Basketballspiele der vergangenen Jahre besonders bitter. Denn: Der 25-Jährige hätte auch für Deutschland bei diesem Turnier spielen können!

Bundestrainer Gordon Herbert hatte versucht Kontakt zum US-Star aufzunehmen als er Schröder in Los Angeles besuchte. So nahm Herbert den Hörer in die Hand und schrieb Reaves Nachrichten: „Er hat aber nicht geantwortet“, berichtete der Coach bei Magenta Sport.

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Basketball-WM: Reaves entscheidet sich nach Kerr-Anruf für USA

Das DBB-Team hatte sich im Frühjahr Hoffnungen gemacht, dass der gebürtige US-Amerikaner Reaves für Deutschland auflaufen könnte, weil seine Oma aus Deutschland kommt.

Ein möglicher Coup scheiterte letztendlich nur daran, dass Bundestrainer Gordon Herbert schlichtweg etwas zu spät dran war. Denn gerade als Reaves überlegte, meldete sich auch US-Coach Steve Kerr und wollte ihn für das US-Team bei der WM.

„Dann hat sich die Möglichkeit mit dem US-Team geboten. Dennis Schröder war der Erste, dem ich geschrieben habe. Schau, ich habe die Chance. Dazu kann ich nicht ‚Nein‘ sagen“, erklärte Reaves vor einigen Tagen in der Trainingshalle.

Dass Reaves seine Entscheidung gleich mit Schröder teilte, kommt nicht überraschend, denn Reaves und Schröder sind enge Freunde. „Ich hab ihn ziemlich gerne. Ich durfte seine Kinder und seine Frau kennenlernen. Er ist ein großartiger Mitspieler und ein noch besserer Vater. Ich habe viel Respekt vor ihm“, so Reaves.

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Reaves bei der WM echter Publikumsliebling

Mit ihm im Team hätte Deutschland die Fan-Massen in den Hallen definitiv noch mehr auf die eigene Seite gezogen. Kaum ein Spieler ist bei der WM so beliebt wie der Lakers-Spieler.

Bei der Team-Vorstellung der Spieler brach der größte Jubel beim mit Stars bestücken US-Team regelmäßig bei seinem Namen aus. Sobald er im Spiel den Ball bekam, wurde es ebenfalls laut. Reaves wurde gefeiert wie ein Popstar!

Der Grund: Durch die glamouröse Geschichte der Lakers mit Superstars wie Kobe Bryant, Magic Johnson, Shaquille O‘Neill und LeBron James wird an den Spielorten kein NBA-Team so sehr gefeiert wie die Lakers.

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Auch in der NBA zählt Reaves nach seiner überragenden Entwicklung in den letzten Monaten längst zu den Lieblingen der Massen und dass, obwohl ihn vor zwei Jahren wohl noch niemand kannte.

Reaves der Senkrechtstarter der Lakers

Im Draft 2021 - der Talenteauswahl der Liga - wollte ihn kein Team haben. Doch dann gaben ihm die Lakers die Chance. Zu Beginn bekam er meist nur wenige Sekunden Spielzeit. Doch dann explodierte Reaves in der vergangenen Saison.

Vor allem in den Playoffs glänzte er mit 16,9 Punkten, 4,6 Assists und 4,4 Rebounds im Schnitt und bekam als Lohn einen Vertrag über vier Jahre mit einem Gesamtgehalt von mehr als 56 Millionen US-Dollar. Und auch bei dieser WM lieferte der Guard und war im Teams USA der drittbeste Scorer nach Anthony Edwards und Mikal Bridges.

Auch gegen Deutschland kam der Mann mit der Nummer 15 auf dem Trikot auf starke 21 Zähler. Doch weil ausgerechnet Schröder auf der Gegenseite ebenfalls glänzte, reichte es für Reaves nicht.

Und so wird er am Sonntag zuschauen müssen, wenn sein Fast-Team um Gold spielt (ab 14.40 Uhr im SPORT1-Liveticker).