Das Rennwochenende in Kitzbühel gehört zu den großen Klassikern im alpinen Kalender – und zieht seit jeher nicht nur die besten Skifahrer, sondern auch zahlreiche prominente Gäste an, vor allem aus der Sportwelt. In diesem Jahr schaute unter anderem Bastian Schweinsteiger im Osten Tirols vorbei.
Schweinsteiger scherzt mit Neureuther: "Das tut heute noch weh"
Schweinsteiger scherzt mit Neureuther
Am Sonntag tauchte Schweinsteiger pünktlich vor dem zweiten Slalom-Durchgang auf dem ARD-Podium auf, an der Seite seines langjährigen Freundes Felix Neureuther, der das Rennen am Ganslernhang als Experte begleitete. Was folgte, war ein amüsanter Schlagabtausch zweier früherer Ausnahmeathleten.
Moderator Markus Othmer präsentierte den beiden zunächst eine Ergebnisliste aus Kindertagen, als sie zusammen an einem Skirennen teilnahmen. „Jetzt schauen wir gemeinsam auf eine bayerische Weltrangliste – die Buben des Jahrgangs 1984“, kündigte Othmer an. Ein kleiner Seitenhieb folgte prompt: Schweinsteiger stand auf Platz eins, Neureuther fand sich knapp dahinter nur auf Rang zwei wieder.
Schweinsteiger stichelt gegen Neureuther
„Oh, oh. Schau mal auf die Zeit“, stichelte der frühere Bayern-Star und las genüsslich vor: „Schweinsteiger 47,59 Sekunden, Neureuther 49,34 – also 1,75 Sekunden Rückstand.“ Neureuther konterte gewohnt schlagfertig: „Ich habe meine Brille leider nicht auf.“ Doch Schweinsteiger ließ nicht locker und hakte noch einmal nach: „Sag mal, 1,75 Sekunden Vorsprung?“
Neureuther schmunzelte. „Was heute mit KI alles möglich ist, ist unfassbar. Das tut heute noch weh“, sagte der 41-Jährige augenzwinkernd. Schweinsteiger schlug sofort zurück: „Felix, das war der Germknödel vor dem Rennen. Der hat mich beflügelt. Das hast du vergessen.“ Neureuther räumte ein, wohl „ein bisschen mehr vergessen“ zu haben.
Auch Schweinsteiger begann als Skifahrer
Dass sich die beiden schon in jungen Jahren auf der Piste duellierten, ist kein Geheimnis. Die Wege trennten sich später: Neureuther wurde einer der erfolgreichsten deutschen Skirennläufer, Schweinsteiger entschied sich für den Fußball – und machte sich vor allem als Trophäen-Sammler mit dem FC Bayern einen Namen.
Unter anderem holte Schweinsteiger acht Meisterschaften und einmal die Champions League mit den Münchnern, 2014 kam der WM-Pokal mit der Nationalmannschaft dazu. Auch Neureuther blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: Siege beim Slalom in Kitzbühel 2010 und 2014, dazu drei WM-Medaillen in seiner Paradedisziplin. Die Liebe zum Skifahren aber ist bei beiden geblieben – ganz egal, wohin der sportliche Weg führte.
„Er kennt sich ja wirklich richtig gut aus“, sagte Neureuther über seinen Freund Schweinsteiger. „Der Kerl hat richtig Ahnung vom Skisport. Das ist einfach schön zu sehen, wenn man mit Skiern groß geworden ist – so wie er auch.“