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AfD-Regierung? Hoeneß erwägt Flucht

AfD-Regierung? Hoeneß erwägt Flucht

Uli Hoeneß äußert seine Meinung zu den Forderungen nach einem WM-Boykott. In der Folge positioniert er sich zudem deutlich bezüglich der politischen Geschehnisse in Deutschland.
Uli Hoeneß feiert seinen 74. Geburtstag. SPORT1 blickt auf die besten Sprüche des heutigen Ehrenpräsidenten des FC Bayern München zurück.
Uli Hoeneß äußert seine Meinung zu den Forderungen nach einem WM-Boykott. In der Folge positioniert er sich zudem deutlich bezüglich der politischen Geschehnisse in Deutschland.

Uli Hoeneß schreckte bereits während seiner Zeit als Boss des FC Bayern nicht vor heiklen Debatten rund um den Sport und die Gesellschaft zurück. Dies hat sich auch in seiner heutigen Rolle als FCB-Ehrenpräsident nicht verändert.

Im Gespräch mit der Bild äußerte sich Hoeneß kritisch zum politischen Geschehen in Deutschland und stellte sogar in Aussicht, das Land zu verlassen, sollte die AfD in Zukunft regieren.

„Wir haben seit fast 50 Jahren eine Wohnung in der Schweiz – das wäre für unsere Familie gegebenenfalls eine Alternative“, meinte Hoeneß, der das Leben unter einer AfD-Regierung als „Alptraum“ bezeichnete.

Aufhänger dieser politischen Debatte waren die anhaltenden Forderungen nach einem möglichen WM-Boykott in den USA. „Das ist für mich symbolpolitischer Blödsinn“, erklärte Hoeneß und übte anschließend deutliche Kritik an der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen).

„Für mich ist es bezeichnend, dass Frau Baerbock zu den ersten zählte, die den Sport – wie schon bei Katar (WM 2022, Anm. d. Red.) – wieder in etwas hineinziehen will, das er nicht lösen kann“, ärgerte sich Hoeneß und führte aus: „Da gibt es Regierungen und andere Organisationen, die berufen sind, sich mit – in diesem Fall – Trump auseinanderzusetzen.“

Hoeneß: Merz machte Deutschland zur „Führungskraft in Europa“

Anschließend stellte die Bayern-Legende die außenpolitischen Erfolge von Baerbock infrage und machte auch vor dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nicht Halt.

„Es ist auch gut, dass heute nicht mehr Olaf Scholz, sondern Friedrich Merz (CDU, Anm. d. Red.) beim Besuch des amerikanischen Präsidenten neben Donald Trump und JD Vance im Weißen Haus sitzt“, behauptete Hoeneß.

Merz habe es seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler geschafft, eine laut Hoeneß „katastrophale Außendarstellung Deutschlands der letzten vier Jahre zu drehen.“ Inzwischen agiere die Bundesrepublik wieder als „Führungskraft in Europa“.

Auch mit Blick auf die Innenpolitik wollte Hoeneß keine Kritik an Merz äußern. „Man wirft Merz vor, dass er zu wenig Zeit hat, um die innenpolitischen Probleme anzugehen – aber er kann ja nicht alles auf einmal machen“, sagte Hoeneß und merkte später an: „Ich hoffe sehr, und da müssen wir alle hoffen, dass diese Koalition hält. Denn wenn sie nicht hält – und das müssen alle Schlaumeier wissen, die gerade so ganz besonders kritisch sind, dann ist die AfD da. Aber richtig.“