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Enttäuschung für Dieter Reiter nach Zoff um Tätigkeit beim FC Bayern

Bayern-Zoff: Enttäuschung für Reiter

Dieter Reiter erlebt einen enttäuschenden Wahlabend. Das Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern räumt ein, Fehler gemacht zu haben.
Ein enttäuschendes Wahlergebnis für Dieter Reiter
Ein enttäuschendes Wahlergebnis für Dieter Reiter
© IMAGO/Sven Simon
Dieter Reiter erlebt einen enttäuschenden Wahlabend. Das Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern räumt ein, Fehler gemacht zu haben.

Enttäuschung für Dieter Reiter: Münchens amtierender Oberbürgermeister wird sich bei der Kommunalwahl wohl einer Stichwahl stellen müssen.

Nachdem am Abend ein Großteil der Wahllokale ausgezählt war, kam Reiter im vorläufigen Endergebnis nur auf 35,6 Prozent der Stimmen. Vor sechs Jahren errang er im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent. Als zweiter Kandidat für die Stichwahl zeichnet sich Dominik Krause von den Grünen (29,5 Prozent in der Zwischenrechnung) ab.

Reiter: „Habe viele Fehler gemacht“

Reiter, seit Februar neues Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern München, sprach von einem „enttäuschenden Wahlabend“ und räumte ein: „Ich habe in den letzten zwei Wochen so viele Fehler gemacht wie in den zwölf Jahren davor nicht.“

Denn: Um Reiter hatte es in den letzten Tagen helle Aufregung gegeben. Wie der 67-Jährige am Donnerstag nach tagelangen Diskussionen einräumte, bekommt er für seine Tätigkeit als Verwaltungsbeirat beim deutschen Rekordmeister seit Ende 2021 jährlich 20.000 Euro. Das Problem: Reiter hatte sich unter diesen Umständen seine Nebentätigkeit beim deutschen Rekordmeister vom Stadtrat nicht genehmigen lassen.

Wegen Tätigkeit beim FC Bayern: Reiter droht Disziplinarverfahren

Deshalb droht dem 67-Jährigen nun ein Disziplinarverfahren - denn laut bayerischem Beamtenrecht sind Nebentätigkeiten mit einer Vergütung ab 10.000 Euro genehmigungspflichtig.

Reiter war im Dezember 2016 zunächst als einfaches Mitglied in den Verwaltungsbeirat des FC Bayern München berufen. worden Der 67-Jährige stellte in seinem Statement klar, dass diese Mitgliedschaft „stets öffentlich bekannt“ war und er das Amt „ehrenamtlich und ohne Vergütung“ ausgeübt habe.

Ende 2021 hätten sich die Bedingungen geändert und seine Tätigkeit wird seitdem „mit einer Aufwandsentschädigung von 10.000 Euro im Halbjahr vergütet“.

Im vergangenen Februar war Reiter außerdem in die Führungsrolle Verwaltungsbeirats aufgestiegen, nachdem der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber ausgeschieden war. Als erster Mann dieses Beirats bekommt er auch einen Sitz im Aufsichtsrat der Münchner.

Ob die Causa FC Bayern beim enttäuschenden Wahlergebnis eine Rolle gespielt habe? „Die Woche hätte es nicht gebraucht. Definitiv nicht“, wird eine ehemalige Stadträtin von der Süddeutschen Zeitung zitiert.