Was für ein Finale der Hungarian Darts Trophy 2023! Im MVM Dome in Budapest zeigten Luke Humphries, der mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte, und Dave Chisnall Darts auf absolutem Weltklasseniveau. Am Ende hatte „Chizzy“ das glücklichere Händchen und durfte über einen 8:7-Triumph im Finale des zwölften Turniers der European Tour der PDC jubeln.
Darts: Bitter für Humphries! Trotz Neun-Darter kein Titel
Neun-Darter trotz Schulterproblemen
Bis dahin lieferten sich die Kontrahenten jedoch ein Duell auf Augenhöhe, bei dem mal der eine, mal der andere die Nase vorne hatte. Zwischenzeitlich brachte Humphries, der seinem Spitznamen „Cool Hand Luke“ alle Ehre machte, die Halle mit einem Neun-Darter zum Ausrasten. Selbst Chisnall war nach Humphries Leg-Gewinn zum zwischenzeitlichen 7:5 aus dem Häuschen.
Doch der Mann aus St. Helens kämpfte sich zurück und holte mit drei Legs in Folge doch noch den Sieg. Schlussendlich brachte Chisnalls etwas besserer Drei-Dart-Average die Entscheidung. Während die Nummer 13 der PDC Order of Merit 104,82 Punkte ins Board hämmerte, warf Humphries 100,97 Punkte. Damit kam Chisnall auf 17 Leg-Darts - sechs mehr als sein Kontrahent. Da konnte er auch die etwas schlechtere Checkout-Quote verkraften.
Aus deutscher Sicht verlief das Turnier ernüchternd. Gabriel Clemens und Ricardo Pietreczko schieden direkt in Runde eins aus. Martin Schindler kam bis ins Achtelfinale, wo er jedoch Humphries 1:6 unterlag. Der Engländer verzog aufgrund seiner Schmerzen im Schulterbereich in der Partie immer wieder das Gesicht.
Im Finale war davon nichts mehr zu sehen - zum Titel reichte es trotz Neun-Darter trotzdem nicht.