Bei der Hungarian Darts Trophy 2023 in Budapest wird Martin Schindler seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Als Top16-Spieler der PDC Pro Tour Order of Merit erst in Runde zwei in das Turnier der European Tour eingestiegen, überrollte der Deutsche seinen Gegner Sebastian Bialecki mit 6:1. Damit trifft „The Wall“ am Sonntag im Achtelfinale auf Luke Humphries, der Keane Berry mit 6:2 aus dem Turnier beförderte.
Darts: Schindler-Gala in Budapest! Jetzt wartet ein Topduell
Schindler-Gala in Budapest
Das Spiel verspricht ein Duell der Extraklasse zu werden. Schindler warf einen bärenstarken Drei-Dart-Average von 100,17 Punkten. Zudem überzeugte er auf den Doppeln. Satte 75 Prozent seiner Leg-Darts brachte er im richtigen Feld unter.
Aber auch Humphries, seines Zeichens die Nummer sechs der PDC Order of Merit, verwöhnte die Fans. Der Engländer sorgte mit einem Average von 108,56 für die Bestleistung an diesem Tag. Auch im Checkout wusste er zu überzeugen, konnte mit knapp 55 Prozent allerdings nicht ganz mit Schindler mithalten.
Die Top 4 gibt sich keine Blöße
Auch die Top 4 der PDC Order of Merit war an diesem Tag im Einsatz und gab sich keine Blöße. Gerwyn Price zeichnete sich für einen von zwei Whitewashs in der zweiten Runde verantwortlich. Nathan Rafferty, der in Runde eins Stephen Bunting mit 6:4 bezwingen konnte, war im Duell mit dem Waliser ohne Chance.
Der zweimalige Weltmeister Peter Wright setzte sich gegen Scott Waites 6:3 durch. Für Michael van Gerwen und Weltmeister Michael Smith bedeutete jeweils ein 6:4-Sieg das Ticket für das Achtelfinale. Während sich MvG gegen Ross Smith durchsetzte, bezwang der „Bully Boy“ José de Sousa.
Am Sonntag startet die Darts-Action in Budapest um 13.00 Uhr mit dem Duell zwischen Peter Wright und Luke Woodhouse. Im zweiten Match greift Schindler dann gegen „Cool Hand Luke“ nach dem Viertelfinale (alle Spiele im SPORT1-Liveticker).
Für die anderen beiden deutschen Vertreter war bereits in Runde eins Schluss. Gabriel Clemens verlor sein Auftaktmatch gegen Keane Berry (3:6), während Ricardo Pietreczko dem Ungar Nando Major mit 4:6 unterlag. Es war der erste Sieg eines Ungarn überhaupt auf der European Tour.