Ricardo Pietreczko hat im Podcast Zwischen Donnerschlag und Hinkelstein offen über die wohl schwierigste Phase seiner Karriere gesprochen. Der deutsche Darts-Profi kämpfte vor dem World Cup of Darts mit Dartitis und zeigte sich rückblickend vor allem von der Reaktion seiner Kollegen bewegt. „Ich habe aber auch noch nie so viel Menschlichkeit bei der PDC gesehen“, sagte der 31-Jährige.
"Ich habe noch nie so viel Menschlichkeit bei der PDC gesehen"
Pikachu packt über Leidenszeit aus
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Wochen vor dem World Cup, als Pietreczko zunehmend mit Wurfproblemen zu kämpfen hatte. Lange habe er professionelle Hilfe abgelehnt, ehe er sich für die Zusammenarbeit mit Mentalcoach Johannes Lipsius entschied. „Ich habe davor immer gesagt, ich halte mich mental für so stark, dass ich kein Mentalcoaching oder sonst was brauche“, erklärte „Pikachu“.
Pietreczkos Freundin litt mit
Wie belastend die Situation war, zeigte sich unter anderem bei der European Tour in Riesa. Um die Blockaden beim Wurf zu umgehen, baute der Deutsche bewusst eine zusätzliche Bewegung in seinen Ablauf ein. „Nach jedem Spiel war ich einfach nur platt, weil ich ja diese Ausgleichsbewegung, um meinen Kopf auszutricksen, machen musste“, berichtete er.
Der Tiefpunkt folgte rund sechs Wochen vor dem World Cup bei einem Players-Championship-Turnier in Hildesheim. In seiner Partie gegen Jeffrey de Zwaan wurden die Probleme so gravierend, dass Pietreczko das Match nicht beenden konnte. Seine Partnerin Lena sprach von einem besonders schweren Moment: „Das war superschwer mitanzusehen.“
Darts-Kontrahenten unterstützen „Pikachu“
Umso nachhaltiger blieb dem Deutschen die Unterstützung seiner Tour-Kollegen in Erinnerung. Direkt nach dem Spielabbruch suchten mehrere Profis das Gespräch mit ihm und versuchten zu helfen. Kevin Doets riet ihm sogar zu Akupunktur. Martin Lukeman brachte eine ungewöhnliche Idee ins Spiel und empfahl, mit einem Longsleeve zu trainieren, um den Fokus zu verändern.
Besonders bewegt zeigte sich Pietreczko von Dirk van Duijvenbode. Der Niederländer nahm ihn nach dem Match einfach in den Arm und sprach ihm Mut zu. Die Geste habe ihm in diesem Moment enorm viel bedeutet. Auch Nathan Aspinall habe die Probleme schon früh erkannt und ihm angeboten, jederzeit für Gespräche zur Verfügung zu stehen.
Rückhalt bekam der 31-Jährige zudem von Martin Schindler. Obwohl öffentlich diskutiert wurde, ob er seinen Platz im deutschen World-Cup-Team zugunsten von Niko Springer räumen sollte, stellte sich Schindler hinter seinen Partner. „Props an Martin Schindler, der auch gesagt hat, er unterstützt mich, egal was ich mache“, sagte Pietreczko. Gerade in einer Phase voller Zweifel habe ihm diese Loyalität viel gegeben.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt