Druck für Darts-Hoffnung Springer? „Dann würde ich Veto einlegen“

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Dieses spektakuläre Finish sieht man selten!
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Dieses spektakuläre Finish sieht man selten!

Hohe Hürde zum EM-Auftakt für Niko Springer. Die Deutsche Darts-Hoffnung zeigt sich dennoch entspannt - und sieht die große Unterstützung in der Heimat ausschließlich positiv.

Bei der European Darts Championship in Dortmund hat Niko Springer in der 1. Runde direkt eine große Herausforderung vor der Brust. In der Westfallenhalle, in der vom 22. bis 25. Oktober der EM-Titel vergeben wird, trifft der Deutsche am Freitagabend auf Jonny Clayton. Springer blickt seiner Aufgabe dennoch entspannt entgegen und freut sich auf die Unterstützung der Fans.

Springer bekommt es bei der Darts-EM in Dortmund am Freitagabend mit Jonny Clayton zu tun. Der Mainzer geht gegen den Weltranglistenfünften aus Wales als Außenseiter an den Start.

„Prinzipiell habe ich nichts zu verlieren“, sagte der 26-Jährige in einer Medienrunde auf SPORT1-Nachfrage vor dem Duell mit dem Weltranglisten-Fünften und bezeichnete Clayton als „sehr unangenehmen Gegner“. Gleichzeitig verwies er auf die große Qualität im Teilnehmerfeld. „Bei gerade mal 32 Spielern, die sich qualifizieren, ist es eigentlich fast egal, gegen wen man spielt. Das Niveau ist extrem hoch.“

Niko Springer freut sich auf die European Darts Championship in Dortmund
Niko Springer freut sich auf die European Darts Championship in DortmundNiko Springer freut sich auf die European Darts Championship in Dortmund© IMAGO/Action Plus

Dass Springer auf Clayton treffen würde, kam für ihn sehr überraschend. Springer habe mehrere mögliche Namen für sein Auftaktmatch im Kopf gehabt hatte – den des 52-jährigen Walisers allerdings nicht. Bis zuletzt war er davon ausgegangen, gegen Gian van Veen zu spielen.

Zusätzlicher Druck für Springer? „Dann würde ich Veto einlegen“

Neben der sportlichen Herausforderung steht für Springer insbesondere das Erlebnis EM im Vordergrund. „Ich freue mich einfach mal wieder, vor heimischem Publikum zu spielen und werde es genießen“, sagte er. Auch seine Eltern werden – wie im vergangenen Jahr – wieder vor Ort sein.

Dass ihn Familie und und knapp 8000 Fans vor Ort unterstützen werden, empfindet Springer keineswegs als Belastung. „Wenn es zusätzlicher Druck wäre, dann würde ich da mein Veto einlegen und zum Beispiel meinen Eltern sagen, die sollen lieber zu Hause vorm Fernseher schauen oder sich irgendwo in der Halle vor mir verstecken, dass ich das gar nicht mitkriege“, erklärte er.

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Stattdessen überwiegt beim Meenzer Bub die Freude über den Rückhalt: „Ich freue mich, die Unterstützung zu haben.“

EM-Titel? Springer traut Mainz eher die Champions League zu

Auch abseits der großen Turniere bekommt Springer die Aufmerksamkeit der Darts-Fans zu spüren. Er selbst besitzt eine Dauerkarte für den Stehblock des 1. FSV Mainz 05. Nutzen konnte er seine Karte in dieser Saison allerdings noch nicht. „Ich habe geschaut, wie es in meinem Kalender aussieht, aber das ist momentan sehr, sehr schwierig. Ich glaube, die einzige Möglichkeit wäre noch im Dezember. Dann stellt sich allerdings die Frage, ob ich mir das bei den Temperaturen so kurz vor der WM noch antun möchte.“

Ist Springer dann doch einmal im Stadion, wird er regelmäßig erkannt und angesprochen. „Es ist natürlich auch ein Privileg und ein schönes Gefühl, dass Leute irgendwie mit mir sprechen wollen oder Bilder mit mir machen wollen.“ Dennoch gibt er zu: „Wenn das Spiel losgeht und man eigentlich seine Mannschaft unterstützen möchte, ist es teilweise ein bisschen blöd, wenn man immer wieder in Gespräche verwickelt wird.“

Auf die Frage, ob es realistischer sei, dass Mainz künftig in der Champions League spielen werde oder er die EM gewinne, hatte er eine eindeutige Antwort parat und scherzte: „Also aktuell stehen sie auf dem fünften Tabellenplatz, deswegen würde ich auf die Champions League gehen. Würde ich mir auch sehr wünschen. Können Sie ruhig mal machen.“