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Premier League Darts: Van Gerwen stichelt nach Sieg über Smith gegen Kritiker

MvG stichelt nach Sieg gegen Kritiker

Michael van Gerwen gewinnt als erster Spieler einen zweiten Premier-League-Abend 2022 und zeigt es den Zweiflern. Der Final-Fluch von Michael Smith geht weiter.
Michael van Gerwen holt zum zweiten Mal in Folge den Tagessieg der Premier League of Darts. Der Niederländer gewinnt im Finale souverän mit 6:4 gegen Michael Smith.
Michael van Gerwen gewinnt als erster Spieler einen zweiten Premier-League-Abend 2022 und zeigt es den Zweiflern. Der Final-Fluch von Michael Smith geht weiter.

Auch wenn ein Spieltag der Cazoo Premier League Darts kaum mit einem großen Major-Turnier zu vergleichen ist - das Final-Trauma von Michael Smith geht weiter.

Der „Bully Boy“ unterlag am 5. Spieltag im Brighton Centre im Finale Michael van Gerwen mit 4:6. Der Niederländer ist nach seinem Triumph eine Woche zuvor nun der erste Spieler, der zwei Abende in diesem Jahr gewinnen konnte. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

„MvG“ führt folgerichtig auch die Tabelle klar mit 14 Punkten vor Peter Wright und Jonny Clayton an, die jeweils zehn Zähler auf dem Konto haben. (DATEN: Spielplan der Premier League)

„Es ist eine Weile her, dass ich irgendwo eine Tabelle anführte. Es ist ein gutes Gefühl, was mir Selbstbewusstsein gibt“, sagte van Gerwen im Siegerinterview danach bei Sky Sports. (DATEN: Tabelle der Premier League)

Bei Instagram ergänzte er später noch mit einem Seitenhieb an seine Kritiker, dass ihn der Doppelsieg „besonders“ freue in einer Situation, „in der jeder an mir gezweifelt hat“.

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Van Gerwen gibt Smith nur kleine Chance

Van Gerwen dominierte das Finale anfangs klar und ging schnell mit 4:1 in Führung. Dann steigerte sich Smith jedoch, kämpfte sich auf 3:4 ran und hatte sogar die Chance auf den Ausgleich.

Der „Bully Boy“ griff jedoch nicht zu und danach spielte es van Gerwen wie in alten Zeiten souverän zu Ende. Vor allem beim Scoring trumpfte van Gerwen mit einem Average von knapp 104 Punkten auf.

Smith blieb trotz eines 100er-Average dagegen wieder einmal nur der zweite Platz. Sogar sein Gegner zeigte Mitleid und flüsterte ihm nach Ende des Duells ein paar aufmunternde Worte ins Ohr.

„Wenn er über die Ziellinie muss, fehlt ihm etwas. Ich weiß nicht, was es ist - aber er hat das Talent und das Selbstvertrauen. Es ist nur eine Frage der Zeit“, sagte van Gerwen dazu im Interview nach der Partie.

Cullen kampflos weiter nach Price-Absage

Bereits im Halbfinale hatte van Gerwen geglänzt und seinen Gegner Joe Cullen beim 6:1-Sieg teilweise vorgeführt. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

„The Rockstar“ hatte es offenbar doch mehr geschadet als geholfen, dass er das Viertelfinale aufgrund der verletzungsbedingten Absage des Ex-Weltranglisten Price nicht bestreiten hatten müssen.

Im anderen Halbfinale behielt Smith ähnlich souverän die Oberhand. Er setzte sich deutlich mit 6:2 gegen Clayton durch - schließlich war es auch kein Finale.

MvG braucht gegen Wade neun Matchdarts

Einzig im Viertelfinale zeigte van Gerwen gegen James Wade einige Schwächen, was aber vor allem die Checkouts betraf.

In einer über weite Strecken hochklassigen Partie siegte der Niederländer mit 6:5 gegen James Wade - nach vier Breaks zum Start der Partie wurde es dabei im vorletzten Leg dramatisch, als MvG gleich sieben Matchdarts nicht nutzen konnte.

Wade glich zum 5:5 aus - doch mit seinem neunten Matchdart sicherte sich der Ex-Weltranglistenerste im folgenden Leg doch noch den Halbfinal-Einzug, nachdem das Scoring bei Wade in den letzten Legs auch eingebrochen war.

Im ersten Viertelfinale des Tages hatte sich Smith zuvor überraschend deutlich mit 6:1 gegen Gary Anderson durchgesetzt. Der Schotte hatte dabei einen gebrauchten Tag erwischt (85er-Average sowie Checkout-Quote von sieben Prozent).

Wright unterliegt am Geburtstag als neue Nr. 1

Nicht so schön wie erhofft verlief der Abend auch für Peter Wright, der nicht nur erstmals als Nummer 1 antrat, sondern zudem noch Geburtstag feierte.

Doch aus einem Sieg als Krönung des Tages wurde nichts, denn „Snakebite“ scheiterte direkt im Viertelfinale an Clayton. An seinem 52. Geburtstag unterlag Wright dem „Frettchen“ denkbar knapp mit 5:6.

Der Schotte kämpfte sich dabei zweimal von einem Break Rückstand zurück und erspielte sich beim Stand von 5:5 sogar zwei Matchdarts. Er verfehlte jedoch sowohl die Doppel-18 als auch die Doppel-9.

Clayton, der augenscheinlich keine Geburtstagsgeschenke verteilen wollte, bestrafte dies mit einem eiskalten Checkout von 121 Punkten, was Wright gewohnt fair mit Applaus bedachte.

Wright zeigte mit einem Average von knapp 103 Punkten einen guten Auftritt und hatte mit 45 Prozent auch die bessere Checkout-Quote als sein Gegner - doch Clayton war immer dann zur Stelle, wenn es darauf ankam.

Alle Spiele am 5. Tag der Premier League im Überblick:

Finale

Michael van Gerwen - Michael Smith 6:4

Halbfinale

Michael Smith - Jonny Clayton 6:2

Michael van Gerwen - Joe Cullen 6:1

Viertelfinale

Gary Anderson - Michael Smith 1:6

Peter Wright - Jonny Clayton 5:6

Michael van Gerwen - James Wade 6:5

Joe Cullen - Gerwyn Price 6:0 (kampflos)