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EA Sports FC: Kolumnist TimKalation über eine neue Ära und Frauen in UT

EA Sports FC 24: TimKalation Kolumne

TimKalation schreibt in seiner neuen Kolumne über den Start in das Abenteuer EA Sports FC 24. Welche zwei Neuerungen für ihn besonders herausstechen und warum eine davon die hässlichste Seite der Community offenbart hat, lest ihr exklusiv bei SPORT1.
Kolumnist TimKalation hat eine klare Meinung über Frauen in Ultimate Team
Kolumnist TimKalation hat eine klare Meinung über Frauen in Ultimate Team
© SPORT1 / TimKalation
TimKalation
TimKalation schreibt in seiner neuen Kolumne über den Start in das Abenteuer EA Sports FC 24. Welche zwei Neuerungen für ihn besonders herausstechen und warum eine davon die hässlichste Seite der Community offenbart hat, lest ihr exklusiv bei SPORT1.

Tschüss FIFA, hallo EA SPORTS FC!

Und auch ein herzliches Hallo an Euch! Lange nicht gesehen, oder besser gesagt; an dieser Stelle lange nicht gelesen. Wie sagt man so schön? Ich war nie weg, sondern nur nicht dort zu sehen, wo Ihr es gewohnt seid. Aber genug zu mir und rein in die Kolumne.

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Was haben wir nun also? Alles neu macht der September? Zumindest jedes Jahr ein wenig, wenn es um die erfolgreichste Fußball-Simulation geht. Nicht so involvierte Menschen sagen ja gerne, dass sowieso jedes Jahr alles gleichbleibt. Und auch wenn dies objektiv betrachtet teilweise stimmt, sind für uns Liebhaber des alljährlichen FIFAs auch kleine Änderungen in Kombination mit der romantisch betrachteten jährlichen Anfangszeit immer ein Fest.

EA Sports FC 24: Die Ära des FIFA-Nachfolgers beginnt

Jetzt habe ich doch tatsächlich FIFA geschrieben. Macht der Gewohnheit. Ist aber auch kein Wunder, so war doch 1993 der Start der Serie mit FIFA International Soccer. Dies war auch mein Einstieg in den virtuellen Fußball von EA SPORTS und so ist es nicht verwunderlich, dass selbst die jüngeren unter uns sich erstmal an den neuen Namen gewöhnen müssen.

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Aber warum überhaupt der neue Name? Im Mai 2022 wurde bekannt, dass sich EA SPORTS und die FIFA nicht über eine Weiterführung der Partnerschaft einigen konnten. Grund war laut einstimmigen Medienberichten, dass die FIFA mit dem Angebot seitens EA SPORTS von jährlich 150 Millionen Dollar Lizenzgebühren nicht einverstanden war und mindestens das Doppelte verlangte.

So kam es zum Ende der Partnerschaft und ab dem eigentlich gedachten FIFA 24 eben zu EA SPORTS FC 24.

Neuer Name! Neues Spiel?

Somit ist der neue Name also geklärt. Und im inneren? Da steckt im Wesentlichen die gewohnte Kost mit den üblichen Justierungen am Gameplay und Neuerungen mit möglichst beeindruckenden Marketingbezeichnungen drin. Ich möchte jedoch nicht unterschlagen, dass es zwei Neuerungen gibt, die besonders erwähnenswert sind. Eine davon schlug brachial ein und förderte leider die hässlichste Seite der Community zu Tage. Aber dazu später mehr.

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Neu und wirklich Einfluss auf das Gameplay nehmend sind die sogenannten Playstyles. Diese gibt es in einer normalen und einer ausgeprägteren Plus-Version. Dahinter stecken Charakteristiken der Spieler, die sich möglichst an ihrem realen Spielstil und Verhalten auf dem Platz orientieren. Davon gibt es ganze 34 und erfreuen sich schon jetzt großer Beliebtheit, weil sie das Spielerlebnis vertiefen und ehemals uninteressante Spieler plötzlich eine Daseinsberechtigung erhalten.

Die Playstyles beeinflussen beispielsweise, wie schnell ein Spieler mit Ball ist, ob er mit besonders viel Schnitt auf das Tor schießen kann, Freistöße deutlich gefährlicher tritt, körperlich robuster im Zweikampf agiert, die Spielerin Pässe exakt in Schnittstellen bringt, besonders effektiv im Zweikampf oder in der Abwehr beim Blocken von Torschüssen ist, oder sie besondere Tricks durchführen kann.

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Eine polarisierende Neuerung für Ultimate Team

Momentmal. Spielerin? Und da sind wir bei der wohl größten Veränderung dieses Jahr. Mindestens ist es die meist diskutierte. Und hier glänzt ein zu großer Teil der Community leider mit einem Verhalten, das mich sprachlos zurücklässt.

Dass es unrealistisch sei, dass Frauen und Männern gleichzeitig auf dem Platz stehen, ist ein Punkt, den man durchaus anbringen kann. Außen vorgelassen, dass die Auswahl an Spielern und deren Veränderungen von Werten und Positionen (Hallo Manuel Neuer als Stürmer!) in den letzten Jahren immer kreativer wurden und mit Realismus wenig zu tun hatten.

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Zumindest waren die Männer unter sich auf dem Feld. Ob das wohl einer der Gründe für den Aufschrei in unangenehmster Form ist? Dass Frauen nun auch virtuell in einer, für viele rückwärtsgerichtete Menschen mit überholten Ansichten, klassischen Männerdomäne auftauchen? Klassische Männerdomäne. Wie sich das schon anhört. Frauen haben schon ewig mit großer Freude Fußball gespielt.

Die hässlichste Seite der Community

Dennoch wurden ihnen schon 1955 von höchster Stelle Steine in den Weg ihrer sportlichen Entwicklung gelegt. In diesem Jahr verbot der Deutsche Fußballbund (DFB) offiziell den Frauenfußball in ihrem Verband. Ich zitiere: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut. Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“

Dieses Verbot bestand 15 Jahre; bis 1970. Unfassbar. Wer so etwas befürwortete, sollte einen kritischen Blick auf das eigene Selbstbewusstsein und den Charakter werfen.

Ich weiß nicht, was Männer zu solchen Ansichten führt. Dies ist mir zu fern. Mit den Hintergründen, die zu Verhaltensweisen führen, die in respektlosen, sexistischen und abschätzigen Äußerungen gipfeln, wo es auch möglich ist, sollen sich Fachleute beschäftigen. Ich persönlich kann dies nicht nachvollziehen und nehme diese Veränderung im Spiel als Erweiterung des Spektrums möglicher Spieler:innen meines Teams freudig entgegen.

Es wird interessant zu beobachten sein, ob die Kommentarspalten auf den Plattformen im Laufe der Zeit weniger hasserfüllt Richtung Spielerinnen aussehen. Ich wünsche es mir sehr und spiele bis dahin die gegnerischen Abwehrreihen sehr gerne auch mit den Damen schwindelig.

Aber nun wünsche ich Euch eine großartige Zeit mit dem Spiel und viele Siege.

Bis bald Euer Tim