TimKalation zum FIFA 21 FeWC

Die FIFA Weltmeisterschaft, der FeWC 2021 steht vor der Tür. Aufgrund des von EA Sports gewählten Formats sind viele Topspieler nicht dabei. TimKalation ordnet ein.
TimKalation über das System des FIFAe World Cups und dessen Probleme
TimKalation über das System des FIFAe World Cups und dessen Probleme
© TimKalation / EA Sports / SPORT1
Die FIFA Weltmeisterschaft, der FeWC 2021 steht vor der Tür. Aufgrund des von EA Sports gewählten Formats sind viele Topspieler nicht dabei. TimKalation ordnet ein.

Der FeWC, oder auch FIFAe World Cup ist die Weltmeisterschaft in FIFA und auch dieses Jahr wird der beste Spieler der Welt gesucht. Nun hat das Prozedere wie sich die Spieler für das finale Turnier, in dem der Weltmeister gekrönt werden soll, einiges an Unmut hervorgebracht. Sowohl bei den Profis als auch bei den Zuschauern. 

Aber von vorn. EA SPORTS beansprucht für ihr FIFA ein ernstzunehmender eSports-Titel zu sein. Nun kann man vortrefflich darüber streiten, wie gut sich FIFA als ein solcher eignet. Neben einem Teamvorteil mit genügend finanziellem Einsatz, besonders am Anfang der Saison, spielt natürlich ebenso eine Rolle, dass FIFA eine Fußballsimulation sein möchte. Beim Fußballspielen die natürlichen Eigenschaften eines Balles ebenso eine große Rolle wie auch andere Zufallsfaktoren.

Selbstverständlich ist Skill eine Grundvoraussetzung, um die Chance auf Titel zu haben. Jeder Hobbyspieler, der mal die Gelegenheit hatte gegen einen eSports-Profi zu spielen wird gemerkt haben, dass ein Profi das Spiel ganz anders spielt als der Durchschnitt. Nichtsdestotrotz gehört neben den grundsätzlichen Fähigkeiten auch eine hohe Konstanz dazu, um die Elite in der Welt von anderen zu unterscheiden. Konstant und über einen längeren Zeitraum Topleistungen bringen zu können, ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Daher eignet sich diese Betrachtung auch besonders gut, um die Qualifikanten für eine Weltmeisterschaft zu finden. Erst recht, wenn man die zu Anfang erwähnte Varianz und die Zufallsfaktoren möglichst negieren möchte. 

Kritik an Qualifikation für FeWC

Also sollte klar sein, dass die konstantesten und besten Spieler über einen längeren Zeitraum an der finalen Weltmeisterschaft teilnehmen. Sollte. Aber EA SPORTS hatte eine andere Idee. Es gibt kontinentale Playoffs, bei denen die Qualifikanten für die WM ausgespielt werden. In Europa sind dies 64 Spieler und die besten dieses Turniers lösen das Ticket für die WM. 

Hört sich vielleicht gut an; aus den Besten werden die Besten erspielt. Aber die Realität ist nun mal spielbedingt eine andere. Und dies sorgt verständlicherweise für Frust. Bei den konstanten Topspielern, die nun durch eine einzige unglückliche Turnierteilnahme nicht bei der WM dabei sind, wie das prominente Beispiel Dylan "DullenMIKE" Neuhausen zeigt. Nahezu konstant auf Rang 1 der Rangliste und letztlich nicht bei der WM dabei. Aber auch bei den Fans und Zuschauern überwiegt das Unverständnis. Nicht nur, dass es unfair erscheint, auch das Teilnehmerfeld bei der WM fühlt sich, bei allem Respekt vor den Qualifizierten, nicht so hochklassig an wie es sein sollte. 

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Für sich genommen mag es nun einfach eine unglückliche Entscheidung bzgl. des Formates von EA SPORTS sein. Aber es ist ein erneuter Beleg dafür, dass das gesamte Konstrukt eSports in FIFA seitens EA SPORTS unglücklich behandelt wird. Jetzt alle Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuzählen, sprengt den Rahmen. Aber von amateurhafter Turnierdurchführung über unverständliche Entscheidungen von Administratoren auf Turnieren, Qualifikationsmechaniken, Organisationsgeschick, technischer Ausstattung über Pay2Win-Mechaniken, Zeitmanagement und vielem weiteren muss sich die Frage gestellt werden, wie ernst es EA SPORTS mit der Evolution des eSports ist. Und auch die Frage nach einem offenen Ohr für Kritik muss gestellt werden. Denn viele Kritikpunkte bestehen seit Jahren. Zu diesen besteht auch ein Konsens in der Szene. Nur ändert sich nichts. 

Man darf gespannt sein, was FIFA 22 bringt. Das Produkt FIFA-eSports ist wichtig für EA SPORTS, da es sich sehr gut vermarkten lässt. Nur sollte der eSports abseits von großen Veranstaltungen und künstlich hoch getriebenen Zuschauerzahlen eine Entwicklung durchlaufen. Damit Profis wie Zuschauer Interesse und Freude daran haben. Dann sind die Zuschauerzahlen vielleicht auch Abseits von Geschenken für das Zusehen attraktiv und der FIFA-eSports kann sich das Image einer zu platzen drohenden Blase erwehren. 

Wäre schön, finde ich.  

Euer Tim