Leipzigs FIFA-Wunderkind Anders Vejrgang sorgte bei seinem Debüt für Ernüchterung.
Vejrgang mit durchwachsenem VBL-Debüt
Für den selbsternannten „besten Spieler der Welt“ ging es in seiner allerersten offiziellen Partie gegen Yannic „Yannic“ Bederke vom FC Augsburg. Der 16-Jährige startete unrund in die Partie, kassierte vor der Halbzeit sogar das 0:1. In der zweiten Spielhälfte schlug der Däne zurück und machte in der 86. Minute das spielentscheidende 2:1. Nach diesem Arbeitssieg für Vejrgang war es dann aber das zweite Einzelmatch des Tages, das für regelrechtes Staunen sorgte.
Vejrgang mit unerwarteter Niederlage
Gegen den für Greuther Fürth spielenden Christian „xImpact10″ Judt legte Vejrgang gut los, störte den Spielaufbau seines Gegners und eroberte einige Bälle. Zählbares gab es dann aber erstmal für die Gegenseite. Nach einer schönen Ballstafette über die linke Seite ging Judt 1:0 in Führung. Vejrgang glich danach schnell aus, bis wiederum Judt nach schönen Pass in die Tiefe ein weiteres Tor erzielte - 2:1 zur Halbzeit. Etwas nüchterner ging es in den nächsten 45 Minuten zur Sache. Judt verteidigte stark gegen den anstürmenden Dänen, der in Minute 79. eine 100-prozentige Chance vergab. Endergebnis: 2:1 für Judt. In der Parallelpartie zwischen Umut „RBLZ_Umut“ Gültekin und Lukas „Kellerinho18″ Keller sicherte Gültekin die Punkte für Leipzig.
Stand noch das 2vs2 aus. Vejrgang und Teamkollege Richard „Gaucho10″ Hormes spielten dominanten auf, erspielten sich zahlreiche Chancen und brachten viele davon im Netz unter. Am Ende hieß es 4:1 für die Roten Bullen, die damit sechs von neun möglichen Punkte aus der Begegnung mitnahmen. In der Tabelle der Süd-Ost-Division stehen sie hinter dem FC Ingolstadt auf Platz 2.
Was Vejrgang angeht, haben die Fans viel Licht, aber auch Schatten gesehen. Die Nerven des 16-Jährigen, der seit seinem Weekend-League-Rekord aus dem letzten Jahr mit Superlativen überhäuft wird, scheinen noch eine Schwäche zu sein. Spielerisch gehört er aber bereits jetzt, wenn er mental cool bleibt, zu den besten der Liga.