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Four-Way-Tiebreaker! MAD Lions erreichen Playoffs der Lol-Worlds

Four-Way-Tiebreaker! MAD Lions erreichen Playoffs der Lol-Worlds

Für Europas letztes auf den Worlds verbleibendes Team, den MAD Lions, sah es vor dem letzten Gruppen-Spieltag genauso düster aus, wie für die schon ausgeschiedenen LEC-Teams von Rogue und Fnatic. Doch ein starker Endspurt sowie ein Banger-Tiebreaker sollten das noch ändern.
Die MAD Lions haben es durch die Gruppenphase geschafft und stehen im Viertelfinale der Worlds 2021
Die MAD Lions haben es durch die Gruppenphase geschafft und stehen im Viertelfinale der Worlds 2021
© Twitter: LoL Esports
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von Robin Ahlert

Die Gruppenphase der 2021er League of Legends Worlds endete mit einem großen Knall.

Sowohl das koreanische Team von Gen.G, der chinesische Vertreter von LNG Esports, Team Liquid aus der amerikanischen Region, als auch die Titelträger aus Europa, die MAD Lions, hatten am Ende der Gruppenphase das exakt gleiche Siege-zu-Niederlagen-Verhältnis vorzuweisen. Alle Mitglieder der Gruppe D konnten aus sechs Spielen jeweils drei Siege und drei Niederlagen mitnehmen. Da sich somit keines der Teams eindeutig für die Playoffs qualifizieren konnte, kam es zum sogenannten Four-Way-Tiebreaker, bei dem jeweils ein weiteres Do-or-Die-Spiel gewonnen werden musste, um sicher in der nächsten Runder der 2021er Worlds zu stehen.

Den Anfang machten Gen.G gegen Team Liquid.

Team Liquid ohne Lösung

Unglücklicherweise für Team Liquid, hatte der in den Spielen davor eher blass gebliebene Star Mid-Laner von Gen.G Gwak „Bdd“ Bo-seong absolut nicht vor, schon nach der Gruppenphase wieder nach Hause fahren zu müssen und lieferte ein Spiel zum Zunge schnalzen ab. Auf Zoe beeindruckte der 22-jährige Südkoreaner durchweg. TL sah sich ständig gut getimten Sleep-Bubbles oder extrem hohem Poke-Schaden durch die typischen long-range-shots von Zoe‘s Paddle-Star-Attacke ausgesetzt.

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In Verbund mit weiteren Champions wie Miss Fortune, Yuumi oder auch Graves, die allesamt über eine große Reichweite verfügen, schaffte es Team Liquid kaum echte Teamfights zu erzwingen. Gen.G kitete das amerikanische Team vorher jedes mal schon so lange, dass bei TL für einen längeren Teamfight schlichtweg schon frühzeitig die Lebensbalken zu niedrig waren. Dadurch schaffte es der koreanische Vertreter vor allem beim Kampf um Objectives konstant die Nase vorne zu haben, was am Ende in der Mountain-Soul, 14 zu 5 Kills und einem Goldvorsprung von knapp 10.000 Gold mündete. Die logische Konsequenz: Gen.G machte nach 37 Minuten den Sack zu und qualifizierte sich damit als erstes Team der Gruppe D für die Playoffs.

Für Team Liquid ist es nunmehr schon das vierte Mal hintereinander, dass man sich zwar für die Worlds qualifiziert hat, dann aber 3-3 gegangen ist und damit nicht über die Gruppenphase hinaus kommen konnte.

MAD mit Spiel des bisherigen Turniers

Im zweiten Do-or-Die-Spiel des Four Way Tiebreakers traf mit den MAD Lions der letzte übriggebliebene europäische Vertreter auf das chinesische Team von LNG Esports. Sowohl Rogue als auch Fnatic hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon verabschiedet und auch bei den Löwen sah es vor dem Spieltag ganz danach aus, als würde es Europa auf den diesjährigen Worlds nicht weiter als bis in die Gruppenphase schaffen. Doch in typischer MAD-Lions-Manier, fing der Gewinner, der letzten beiden LEC-Splits erst wieder dann an richtig zu spielen, wenn es wirklich nicht mehr anders ging und man schon mit dem Rücken zur Wand stand. So konnte der Four-Way-Tiebreaker durch zwei MAD-Siege in den letzten beiden Gruppenspielen überhaupt erst möglich gemacht werden.

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Das entscheidende Spiel gegen LNG sollte eines, wenn nicht sogar DAS beste Spiel der diesjährigen Worlds-Gruppenphase werden. In einem wilden Game, bei dem es fast minütlich Kills hagelte, Tower Dives gestartet und/oder Summoner Spells gezogen wurden, ging es ständig hin und her. Dabei sah es lange Zeit so aus, als hätte LNG das Spiel über einen kleinen, aber entscheidenden Vorsprung. Doch trotz der gegnerischen Cloud-Soul kam MAD immer wieder zurück und setzte den Gegner mit einem eigenen Elder-Drake-Buff sowie einem Baron-Nashor-Power-Play immer wieder unter Druck.

Die Entscheidung brachte ein Teamfight auf der Mid-Lane, den LNG statistisch zwar mit 1-0 gewann, sich dabei aber zu weit von der eigenen Base entfernte. So konnte MAD-ADCler Matyáš „Carzzy“ Orság ein kurzes Zeitfenster nutzen, um unter kräftigen Mithilfe der Minions die halbe LNG-Base einzureißen, bevor er anschließend wieder in die eigene Base teleportierte, um diese dort mit den anderen Löwen zu verteidigen. Tatsächlich schafften es die Europäer nicht nur die eigene Basis zu sichern, sondern LNG auch gleichzeitig schwer angeschlagen in die Flucht zu schlagen.

Währenddessen teleportierte sich MAD Top-Laner İrfan Berk „Armut“ Tükek via Summoner Spell in die gegnerische Base, um dort weiterzumachen, wo Carzzy und die Minions vorher aufgehört hatten. Währenddessen lieferte eben jener Carrzy noch kurzerhand das Play, des Abends, welches endgültig den Deckel auf die Partie drauf machte. Per Ezreal Ult sniperte der Tscheche die letzten beiden flüchtigen LNG-Mitglieder in den ausgegrauten Bildschirm hinein, verschaffte damit seinem Team weitere wertvolle Sekunden in Überzahl, welche dieses nutze, um den Kompletteinriss der chinesischen Base inklusive Nexus weiter fortzusetzen und letztendlich abzuschließen.

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Mit diesem Sieg stehen die MAD Lions nun doch noch in den Playoffs und halten Europas Hoffnung auf einen Weltmeister aus der LEC weiter am Leben. Im kommenden Viertelfinale trifft das Team rund um Carzzy, Armut und Co. nun auf den amtierenden Weltmeister und Topfavoriten DAMWON Gaming. Mit den Koreanern haben die Löwen nach der Halbfinal-Niederlage vom diesjährigen Mid-Season-Invitational aber noch eine Rechnung offen. Sollte MAD eine ähnlich starke Performance abliefern können wie zum Ende der Gruppenphase, verspricht auch diese Serie (Best of Five) ein absoluter Banger zu werden.