Schon der Weg in die Playoffs war aufregend und bot die ein oder andere Überraschung. Neben alten Bekannten wie Publikumsliebling Fnatic und Rekordsieger G2 Esports hat es mit der erstmaligen Playoff-Teilnahme von Excel Esports auch ein Geheimfavorit geschafft.
LoL: So funktionieren die LEC-Playoffs! - Ein Guide für Einsteiger
LEC: Playoffs erklärt für Einsteiger
Das Siegerteam des letzten Splits im Sommer, MAD Lions, scheiterte hingegen beim Versuch, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Damit ist die Mission Titelverteidigung schon gescheitert, bevor sie überhaupt anfangen konnte. Nun ist es umso spannender, welches Team am Ende das Rennen macht!
Das Playoff-Format der LEC
Im Jahr 2019 hat die LEC ihr Playoff-Format grundlegend überarbeitet. Jetzt handelt es sich um ein sogenanntes Doppel-K.o.-System und jedes Match ist ein Best-of-Five. Die Besonderheit des Doppel-K.o.-Systems sind die beiden Turnierbäume.
Sechs Teams kommen in die Playoffs, die vier besten kommen in den oberen Turnierbaum, die zwei schlechtesten in den unteren. Das Team, das in der regulären Saison auf dem ersten Platz gelandet ist, darf wählen, ob sie gegen Platz 3 oder 4 spielen. Dieses Jahr hat Spitzenreiter Rogue sich für ein Match gegen das drittplatzierte Misfits Gaming entschieden, also tritt Platz 4 im zweiten Match des oberen Turnierbaums gegen Platz 2 an. Dort heißt es Fnatic gegen G2 Esports!
Im unteren Turnierbaum – auch „Verlierer-Turnierbaum“ genannt – spielt Platz 5 gegen Platz 6. Dieses Jahr heißt das: Excel Esports trifft auf Team Vitality. Wer dort verliert, ist bereits ausgeschieden. Wer im oberen Turnierbaum verliert, ist hingegen nicht sofort raus. Sie fallen in den unteren Turnierbaum.
Nun ist es entscheidend, welches dieser Verlierer-Teams in der regulären Saison besser und schlechter war. In der zweiten Runde spielt das schlechtere Team gegen den Gewinner aus Runde 1 des unteren Turnierbaums, das bessere Team dann gegen den Gewinner aus diesem Match. Im oberen Baum ist das Ganze einfacher. Wer in Runde 2 gewinnt, steht im Finale.
Der zweite Finalteilnehmer ermittelt sich im Halbfinale. Das Verliererteam aus Runde 2 des oberen Baums tritt gegen das Team an, das sich im unteren Turnierbaum durchsetzen konnte. Wer dort gewinnt, ist dem Titel ganz nah!
Wer hat die besten Chancen auf den Sieg?
Den leichtesten Weg ins Finale haben die siegreichen Teams des oberen Turnierbaums. Doch wer von denen ist am besten in Form? Nun, Rogue Gaming stehen alle Türen offen. Sie haben eine wirklich dominante reguläre Saison gespielt und können eine Menge Momentum in die Playoffs mitnehmen.
Doch auch Fnatic war bärenstark und Rogue immer dicht auf den Fersen. Ihnen steht mit G2 Esports schon in Runde 1 eine Herausforderung bevor, die eines Finals würdig ist. Der direkte Vergleich spricht für G2 – aber selbst wenn Fnatic verliert, können sie es über den unteren Turnierbaum immer noch ins Finale schaffen.
G2 Esports hat oft genug gezeigt, dass sie ein Turnierteam sind und über sich hinauswachsen können. 2020 hat es die Organisation mit Sitz in Berlin bei den Weltmeisterschaften sensationell ins Halbfinale geschafft. Sie haben den Ehrgeiz und die Erfahrung, um zu zeigen, dass sie Europas Topteam sind.
Das Siegerteam des Spring Splits darf dann Europa gegen die zwölf anderen Regionen im League of Legends eSport beim Mid-Season Invitational vertreten. Das ist neben den Weltmeisterschaften im Herbst das zweite große Turnier.
Welche Organisation wird sich am 10. April zur besten Europas krönen und die Region beim MSI 2022 vertreten? Wir sind gespannt!