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War's das für Hoffmann beim HSV?

War's das für Hoffmann beim HSV?

Vorstandsboss Bernd Hoffmann hat beim Hamburger SV offenbar keine Zukunft mehr, Vermittlungsversuche wirken gescheitert. Der Aufsichtsrat soll am Samstag entscheiden.
© dpa
. SPORT1
von SPORT1
25.03.2020 | 22:53 Uhr

Die persönlichen Differenzen sind offenbar nicht mehr zu überbrücken, der nächste sich abzeichnende personelle Paukenschlag beim Hamburger SV wird wohl nur noch verschoben:

Wie das Hamburger Abendblatt vermeldet, will der Zweitligist am Samstag in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung über die Zukunft seines Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann entscheiden - dem Vernehmen nach ist die Trennung zwischen Verein und dem 57-Jährigen dann nicht mehr auszuschließen.

Dem Bericht zufolge haben Einzelgespräche, die der Aufsichtsrat um Max-Arnold Köttgen und Andreas Peters am Mittwoch mehr als drei Stunden lang mit den drei Vorstandsmitgliedern Hoffmann, zuständig für Marketing und Kommunikation, Frank Wettstein (Finanzen) sowie Jonas Boldt (Sportvorstand) nacheinander führten, keine Annäherung der Gegenspieler und Aufweichung der verhärteten Fronten ergeben.

Vielmehr soll noch offensichtlicher geworden sein als ohnehin schon, dass es zwischen Hoffmann und seinen beiden Kollegen in der jetzigen Konstellation nicht mehr weitergehe, so die Zeitung weiter.

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Aufsichtsrat entscheidet am Wochenende über Hoffmann

Wettstein und Boldt sollen den Kontrolleuren verdeutlicht haben, dass sie sich eine weitere Zusammenarbeit mit Hoffmann nur schwer vorstellen können.

Am Wochenende nun soll der siebenköpfige Aufsichtsrat über das Schicksal des umstrittenen Vorstandsbosses (Vertrag bis Juni 2021) entscheiden, dem unter anderem Alleingänge in Boldts Kompetenzbereich sowie mangelnde Kommunikationsfähigkeit vorgeworfen werden. Der Ausgang dieses Treffens könnte für Hoffmann Konsequenzen haben.

AUE, GERMANY - JUNE 28: Fabian Klos of Arminia Bielefeld poses with the Top Scorer Trophy after the Second Bundesliga match between DSC Arminia Bielefeld and 1. FC Heidenheim 1846 at Erzgebirgsstadion on June 28, 2020 in Aue, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
FUERTH, GERMANY - OCTOBER 18:  Branimir Hrgota (R) of Greuther Fuerth fights for the ball with Jannik Mueller of Dynamo Dresden during the Second Bundesliga match between SpVgg Greuther Fürth and SG Dynamo Dresden at Sportpark Ronhof Thomas Sommer on October 18, 2019 in Fuerth, Germany. (Photo by Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images)
NUREMBERG, GERMANY - MAY 30: Robin Hack of FC Nurnberg controls the ball during the Second Bundesliga match between 1. FC Nürnberg and VfL Bochum 1848 at Max-Morlock-Stadion on May 30, 2020 in Nuremberg, Germany. (Photo by Daniel Karmann/Pool via Getty Images)
AUE, GERMANY - MAY 16: Dimitrij Nazarov of FC Erzgebirge Aue scores his sides first goal from the penalty spot during the Second Bundesliga match between FC Erzgebirge Aue and SV Sandhausen at Erzgebirgsstadion on May 16, 2020 in Aue, Germany. The Bundesliga and Second Bundesliga is the first professional league to resume the season after the nationwide lockdown due to the ongoing Coronavirus (COVID-19) pandemic. All matches until the end of the season will be played behind closed doors. (Photo by Robert Michael/Pool via Getty Images)
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Zweitliga-Torjäger: Klos knipst am häufigsten

"Nichts geht mehr beim HSV", hatte unlängst auch die Hamburger Morgenpost über den Führungsstreit beim HSV geschrieben. Vergangene Woche hatte Hoffmann selbst Differenzen mit Boldt eingeräumt.

Ihm sei klar gewesen, dass der HSV ein Alphatier verpflichte, das "immer eine eigene Meinung haben wird und diese auch vertritt", sagte er der Sport Bild. "Und Jonas Boldt war klar, dass er mit mir hier nicht in einen diplomatischen Corps eintritt."

Hoffmann wirkt inzwischen allerdings völlig isoliert und ohne relevanten Fürsprecher: Klub-Präsident und Ex-Nationalspieler Marcell Jansen soll sich inzwischen ebenso gegen den Macher Hoffmann gestellt haben, der 2009 schon einmal in Hamburg gescheitert war, als er den Machtkampf gegen den damaligen Sportchef Dietmar Beiersdorfer verlor.

Hoffmann sei "für die schlechte Stimmung im Vorstand verantwortlich", soll Jansen laut Bild gesagt haben - und dass Hoffmann bei den Geschäftsleuten in der Stadt nicht sonderlich beliebt sei.

Auch die sportlichen Mitarbeiter, allem voran Coach Dieter Hecking, stünden klar auf der Seite von Boldt, wie die Süddeutsche Zeitung wissen will.