Luhukay bleibt St.-Pauli-Trainer

Luhukay bleibt St.-Pauli-Trainer

Jos Luhukay bleibt trotz Spannungen mit dem Team nach SPORT1-Informationen auch in der kommenden Saison St.-Pauli-Coach.Hamburger Medien hatten über ein Aus spekuliert.
Jos Luhukay wechselte im vergangenen Sommer zum FC St. Pauli
Jos Luhukay wechselte im vergangenen Sommer zum FC St. Pauli
© Getty Images
Reinhard Franke
von Reinhard Franke
am 19. Juni

Jos Luhukay wird nach SPORT1-Informationen weiter Cheftrainer von ZweitligistFC St. Pauli bleiben - auch in der kommenden Saison. Hamburger Medien hatten am Freitag von einer möglichen Trennung nach dieser Spielzeit berichtet. Eine Zusammenarbeit über den Sommer hinaus sei mehr als fraglich, hieß es. 

Die Begründung: Das Verhältnis zwischen Luhukay und dem Team soll zerrüttet sein. Einige Entscheidungen und Verhaltensweisen des Niederländers seien bei den Verantwortlichen zudem auf Unverständnis und Verwunderung gestoßen.

In der Halbzeitpause des Heimspiels gegen Erzgebirge Aue (2:1) zählte er Stürmer Henk Veerman lautstark und durch die Geisterspiel-Atmosphäre unüberhörbar an. 

Zuletzt legte sich Luhukay nach der 0:4-Klatsche bei Hannover 96 auch mal mit den Reportern an. Kritik sei angebracht, aber nicht nur an seiner Person, sondern auch in Richtung des Teams, sagte er.

"Ich glaube, dass ihr es schon fünf, sechs Jahre hinbekommen habt, den Druck immer auf den Trainer zu lege", so Luhukay. "Die Mannschaft kommt dabei gut weg. Das ist die Situation bei St. Pauli."

Göttlich: "Saison zu gegebener Zeit aufarbeiten"

Sätze, die bei der Mannschaft einmal mehr für Unverständnis gesorgt haben sollen.

Sportchef Andreas Bornemann wollte keine Trainerdiskussion aufkommen lassen und meinte im Abendblatt: "Jos ist ein erfahrener Trainer. Er muss selbst entscheiden, was er sagt. Er wird seine Gründe dafür gehabt haben."

Ohnehin spricht für Luhukay die Tabelle: Sportlich ist das Saisonziel erreicht, der Klub belegt nach 32 Spielen Platz 13. Zudem erfüllte der Coach den Auftrag vor der Saison, Disziplin in die Truppe zu bekommen. Luhukay hat eine klare Ansprache und stellt nach Leistung auf.

AUE, GERMANY - JUNE 28: Fabian Klos of Arminia Bielefeld poses with the Top Scorer Trophy after the Second Bundesliga match between DSC Arminia Bielefeld and 1. FC Heidenheim 1846 at Erzgebirgsstadion on June 28, 2020 in Aue, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
FUERTH, GERMANY - OCTOBER 18:  Branimir Hrgota (R) of Greuther Fuerth fights for the ball with Jannik Mueller of Dynamo Dresden during the Second Bundesliga match between SpVgg Greuther Fürth and SG Dynamo Dresden at Sportpark Ronhof Thomas Sommer on October 18, 2019 in Fuerth, Germany. (Photo by Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images)
NUREMBERG, GERMANY - MAY 30: Robin Hack of FC Nurnberg controls the ball during the Second Bundesliga match between 1. FC Nürnberg and VfL Bochum 1848 at Max-Morlock-Stadion on May 30, 2020 in Nuremberg, Germany. (Photo by Daniel Karmann/Pool via Getty Images)
AUE, GERMANY - MAY 16: Dimitrij Nazarov of FC Erzgebirge Aue scores his sides first goal from the penalty spot during the Second Bundesliga match between FC Erzgebirge Aue and SV Sandhausen at Erzgebirgsstadion on May 16, 2020 in Aue, Germany. The Bundesliga and Second Bundesliga is the first professional league to resume the season after the nationwide lockdown due to the ongoing Coronavirus (COVID-19) pandemic. All matches until the end of the season will be played behind closed doors. (Photo by Robert Michael/Pool via Getty Images)
+14
Zweitliga-Torjäger: Klos knipst am häufigsten

"Ich möchte auch nicht in Aktionismus verfallen und die Mannschaft aus der Verantwortung lassen", erklärte Klub-Boss Oke Göttlich in einer Stellungnahme. "Zu gegebener Zeit werden wir diese Saison aufarbeiten."