Wahnsinn in Karlsruhe! Noch in der 60. Minute lag der HSV am Sonntag in der Zweitliga-Konferenz zurück - nur fünf Minuten später drehten die Hanseaten die Partie und grüßen bis zur 95. Minute von der Tabellenspitze - dann schlägt der HSV-Wahnsinn wieder zu.
2. Bundesliga: Spektakel-Sonntag! Ärger um Fan-Choreo und HSV-Wahnsinn in Karlsruhe
HSV-Wahnsinn in der Nachspielzeit
Laszlo Benes gleicht per direktem Freistoßtor in der 61. Minute zunächst aus, ehe Robert Glatzel in der 65. Minute zum vermeintlichen Matchwinner des Teams um Trainer Tim Walter wird. In der fünften Minute der Nachspielzeit trifft Budu Zivzivadze allerdings zum 2:2 und verwandelt den Karlsruher Wildpark in ein regelrechtes Tollhaus.
Als wäre es ein guter Brauch in der Hansestadt ließ sich die Elf spät übertölpeln - und geht dennoch mit vier Punkten aus zwei Spielen in die neue Saison. „Mit dem Ergebnis bin ich unzufrieden. Wir hatten nicht die nötige Konsequenz am Ende. Dann ist der Sack zu, fertig“, musste Walter eingestehen.
Auch Robert Glatzel zeigte sich konsterniert: “Sch**ß Aktion am Ende. Der Schiedsrichter pfeift ja fast gar nicht mehr an.“
KSC-Trainer Christian Eichner freute sich dagegen bei Sky über den späten Ausgleich beim ersten Pflichtspiel im neuen Stadion: „Wir haben ein fantastisches Fußballspiel gesehen! Aufgrund der Leistung trauere ich zwei Punkten nach, aber der HSV hätte eigentlich das dritte Tor machen müssen“
HSV kassiert späten Ausgleich
Noch vor Spielbeginn appellierte HSV-Trainer Walter am Sky-Mikrofon an das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft: „Haben einen guten Teamgeist!“
Die in der ersten Halbzeit dominierenden Badener aus Karlsruhe waren allerdings vor 24.950 Zuschauern in der ausverkauften Arena durch Fabian Schleusener (14.) in Führung gegangen. Benes sowie Glatzel drehten die Partie zwar nicht unverdient zugunsten der Mannschaft von Trainer Tim Walter.
In der Schlussphase verstärkten die Gastgeber aber ihre Offensivbemühungen. HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandez verhinderte für sein Team mit einer Glanzparade in der 76. Minute nach einem Distanzschuss von Marvin Wanitzek zunächst den Ausgleich.
Die Mannschaft folgte dem Leitmotiv ihres Trainers und kämpfte aufopferungsvoll gegen die späten Offensivbemühungen des KSC. Doch dann traf Zivzivadze - ein herber Dämpfer für die Hamburger.
Last-Minute-Elfmeter in Nürnberg
In Nürnberg herrschte bereits vor Anpfiff großer Ärger um eine Fan-Choreo.
Das Spiel entschieden beinahe zwei frühe Hannoveraner Elfmetertreffer zu Gunsten der Niedersachsen. Der frühere Nürnberger Cedric Teuchert hatte den Club, der das erste Saisonspiel 0:2 bei Hansa Rostock verloren hatte, früh in Rückstand gebracht.
Nachdem Louis Schaub aus wenigen Metern statt ins leere Nürnberger Tor nur den Pfosten getroffen hatte (53.) und die Hannoveraner Vorentscheidung verpasste, kam der Club aber immer besser ins Spiel. Der aus der U19 hochgezogene 17 Jahre alte Can Yilmaz Uzun erzielte prompt seinen ersten Profitreffer.
Und Schiedsrichter Patrick Alt zeigte nach VAR-Check in der 90. Minute erneut auf den Punkt! Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen trat der 17-Jährige an, hatte das Spiel auf dem Fuß - und er verwandelte. Mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags sorgt Uzun dabei für Klubgeschichte.
Braunschweig im Tabellenkeller
Braunschweig verpatzte derweil seinen Saisonstart, unterliegt dem FC Magdeburg mit 1:2 und findet sich nach zwei Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen auf Tabellenplatz 17 der 2. Liga wieder.
Beiden Teams war zu Beginn die Verunsicherung nach dem verpatzten Saisonstart anzumerken, es ging zunächst rein um Fehlerminimierung. Magdeburg erhöhte dann als erste Mannschaft das Risiko. Leon Bell Bell verzog aus der Distanz noch um Zentimeter (19.), ehe Schuler per Chip nach Traumpass von Atik vollendete.
Amara Conde (32.) stellte bereits vor der Pause vor 28.350 Fans ebenfalls nach Vorlage von Atik die Weichen für Magdeburg. Braunschweig fand offensiv überhaupt nicht statt.
Jens Härtel tauschte zur Pause doppelt - doch es besserte sich zunächst wenig. Die Eintracht hatte nun zwar mehr den Ball, agierte aber ohne Tempo und Ideen. Magdeburg verwaltete geschickt und setzte vereinzelt gefährliche Konter. Ujah konnte nur noch verkürzen.
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