Torjäger Edin Dzeko hat bei seiner Vorstellung auf Schalke in den höchsten Tönen von seinem neuen Arbeitgeber geschwärmt. „Ich habe den ersten Kontakt gemacht, vom ersten Tag an wollte ich nur zu Schalke“, sagte der Stürmer am Donnerstag, nachdem der Wechsel von der AC Florenz nach Deutschland perfekt war.
Dzeko zu Schalke 04: "Ich habe den ersten Kontakt gemacht"
„Ich habe den ersten Kontakt gemacht“
Die 2. Fußball-Bundesliga sehe er nicht als Rückschritt. „Für mich ist es nur Schalke: Dieses geile Stadion, die Fans, die immer hinter der Mannschaft stehen“, betonte der 39-Jährige: „Ich bin sehr froh, ich freue mich wirklich auf diese Monate, die vor uns liegen.“
Bereits zu seiner Zeit beim VfL Wolfsburg, mit dem er 2009 deutscher Meister geworden war, habe er immer gerne auf Schalke gespielt. S04 sei „ein großartiger Verein“. Er wolle mit Leistung und Toren vorangehen und Kritiker, die den Bosnier für zu alt halten, überzeugen. „Ich brauche keine Zeit, weil ich schon viel gesehen habe in meiner Karriere. Es ist nicht die Frage, wie viel man läuft, sondern, wie man läuft“, sagte Dzeko.
S04 führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung auf die SV Elversberg an, hat aber nur 22 Tore in 18 Spielen geschossen. Hier soll der erfahrene Dzeko helfen, dessen Vertrag zunächst bis Saisonende läuft.
Wie Gosens und Kolasinac Dzeko heiß machten
Überzeugt wurde Dzeko nach eigenen Aussagen auch durch Gespräche mit zahlreichen Stars, unter anderem mit Nationalspieler Robin Gosens, mit dem er in Florenz zusammengespielt hatte. „Ich habe ihn gefragt, was er denkt und er hat mir gleich gesagt, dass ich gehen soll. Es ist ein geiler Verein und keiner, der normalerweise in der zweiten Liga spielt.“
Neben Gosens haben Dzeko demnach auch der frühere Schalker Sead Kolasinac, sein Vater oder Bosniens Nationaltrainer Sergej Barbarez - sie alle hätten ihm geraten, den Schritt nach Gelsenkirchen zu wagen. Besonders Kolasinac habe anschließend sofort geplant, Dzeko beim nächsten Spiel zu besuchen. „Ich habe ihm gesagt: Seo, du kannst nicht kommen, du musst selber spielen“, merkte Dzeko lachend an.
Andere Personen hätten hingegen erwidert, er sei „krank“, diese Option überhaupt in Betracht zu ziehen. „Ich bin aber nicht krank, sondern zu 100 Prozent da“, sagte Dzeko, der bereits am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Kaiserslautern debütieren könnte und am Freitag (10.45 Uhr) mit der Mannschaft öffentlich trainiert.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)