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Geisterspiele "für mindestens ein Jahr" gefordert

Geisterspiele „für ein Jahr“ gefordert

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Sachsen-Anhalt wünscht sich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) nach den Ausschreitungen am Wochenende ein hartes Durchgreifen.
In Magdeburg fand am Samstag das Spiel gegen Dynamo Dresden statt
In Magdeburg fand am Samstag das Spiel gegen Dynamo Dresden statt
© IMAGO/Christian Schroedter
Die Deutsche Polizeigewerkschaft Sachsen-Anhalt wünscht sich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) nach den Ausschreitungen am Wochenende ein hartes Durchgreifen.

Nach den schweren Ausschreitungen rund um das Spiel zwischen den Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen-Anhalt harte Konsequenzen.

Sie wünsche sich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) die „Anordnung von Geisterspielen in Magdeburg für mindestens ein Jahr“, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

„Nur eine derart konsequente und gemeinsam getragene Maßnahme von DFL und DFB kann ein klares und unmissverständliches Signal setzen, dass der organisierte Fußball dieser Form der Gewalt entschieden entgegentritt und sie nicht duldet“, sagte Olaf Sendel, Vorsitzender der DPolG Sachsen-Anhalt.

„Erschreckende Eskalationsstufe der Gewalt“

Die „massiven Gewalttaten“ markierten „eine neue, erschreckende Eskalationsstufe der Gewalt“ im deutschen Fußball, hieß es weiter. Diese Ereignisse dürften weder relativiert noch folgenlos hingenommen werden.

Es sei „insbesondere von Seiten zahlreicher Magdeburger Anhänger zu extremen, gezielten und koordinierten Angriffen auf eingesetzte Polizeikräfte“ gekommen. Beamtinnen und Beamte wurden demnach „mit Flaschen, Steinen, Bierfässern, Gullydeckeln und sogar Gehwegplatten“ attackiert.

Nahezu 70 Einsatzkräfte wurden beim Einsatz teils schwer verletzt. In mehreren Fällen wird nach DPolG-Angaben derzeit wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.