2. Bundesliga>

Zoff um Wintertransfer

Neue Details zum Wechsel-Zoff

Paderborn präsentiert Kennedy Okpala als neuen Stürmer. Doch dessen Ex-Klub zeigt sich irritiert. Nun werden neue Details bekannt.
SV Waldhof Mannheim - FC Ingolstadt 04: Tore und Highlights | 3. Liga
Paderborn präsentiert Kennedy Okpala als neuen Stürmer. Doch dessen Ex-Klub zeigt sich irritiert. Nun werden neue Details bekannt.

Der SC Paderborn hat am Freitag Kennedy Okpala als ersten Wintertransfer vorgestellt - so weit, so normal. Doch auf die offizielle Verkündung folgte die „Verwunderung“ seines bisherigen Klubs Waldhof Mannheim. Der Wechsel-Zoff sorgt seither für Schlagzeilen.

Nachdem der Zweitligist Paderborn am Freitag zunächst die Verpflichtung des 21-Jährigen bekannt gegeben hatte, reagierte der Drittligist Mannheim mit einem Dementi.

Waldhof Mannheim reagiert mit „Verwunderung“ auf Paderborn-Verkündung

Der Klub habe mit „Verwunderung die heutige Pressemitteilung des SC Paderborn bezüglich des Wechsels von Kennedy Okpala zur Kenntnis genommen“, hieß es darin: „Kennedy Okpala hat seinen laufenden Vertrag zum Jahresende gekündigt und ist heute nicht zum Training erschienen. Ein solches Verhalten wird vom SV Waldhof Mannheim 07 nicht toleriert. Kennedy Okpala ist weiterhin Spieler des SV Waldhof.“

Auch Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber zeigte sich überrascht. Mit seiner Kündigung habe Okpala dem Klub seinen Wechselwunsch mitgeteilt, erklärte der Waldhof-Boss.

„Jetzt werden andere Gremien entscheiden, ob das rechtens ist. Er wird sich etwas dabei denken, dass er das machen kann. Grundsätzlich sind wir davon ausgegangen, dass er noch Spieler bei uns ist“, wurde Zuber beim kicker zitiert.

Der Drittligist will dem Bericht zufolge die Sache nun juristisch prüfen und einen Arbeitsrechtler einschalten. Pikant: Okpala selbst wird von Sportrechtler Horst Kletke beraten.

Okpalas Berater verweist auf Klausel

Dieser geht von einem korrekten Ablauf aus. „Es stimmt, wir haben gekündigt, weil Waldhof Mannheim die eigenen vertraglichen Pflichten nicht eingehalten hat“, sagte Kletke, der auf eine Ausstiegsklausel im Vertrag seines Klienten verwies: „Da ist genau festgelegt, was, wann, wie zu passieren hat. Das ist alles eingelöst worden - einschließlich dessen, was Paderborn zu tun hat.“

Seiner Meinung nach verweigere der Drittligist das, was im Vertrag festgeschrieben sei. „Also haben wir reagiert und nach vorangegangener Abmahnung gekündigt. Es ist einfach nicht dazu gekommen, dass sie das umsetzen, was vereinbart war. Dann kann man es nicht anders handhaben“, ergänzte Kletke.

Okpala reist mit neuem Klub ins Trainingslager

Derweil reiste Okpala am Samstag mit seinem neuen Klub ins Trainingslager nach Belek (Türkei).

Der SV Waldhof hätte den Angreifer „gerne hier, weil er ein wichtiger Spieler ist“, betonte Zuber indes. Mit sieben Treffern und drei Assists zählte Okpala in der Hinrunde zu den Leistungsträgern bei den Mannheimern.

Zuber berichtete von einem Austausch mit den Verantwortlichen des SC Paderborn. „Das Gespräch haben wir aber nicht weiter fortgeführt. Sein Management ist der Meinung, dass er wechseln dürfte. Jetzt werden wir schauen, ob das so ist. Wenn es so ist, dann haben wir wenig Handhabe“, sagte Zuber.

Okpala wurde in der Jugend des SV Waldhof ausgebildet, seit 2021 ist er Teil des Klubs, 2023 unterschrieb er einen Profivertrag.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)