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2. Bundesliga: Bizarre Szene um Lieberknecht - plötzlich zückt der Schiri Rot

Lieberknecht schimpft und fliegt

Um Torsten Lieberknecht spielen sich bei der Pleite gegen Paderborn kurz vor der Pause wilde Szenen ab. Der Lautern-Trainer motzt und wird vom Platz gestellt.
Thorsten Lieberknecht wurde gegen den SC Paderborn vom Platz gestellt
Thorsten Lieberknecht wurde gegen den SC Paderborn vom Platz gestellt
© IMAGO/Eibner
Um Torsten Lieberknecht spielen sich bei der Pleite gegen Paderborn kurz vor der Pause wilde Szenen ab. Der Lautern-Trainer motzt und wird vom Platz gestellt.

Wilde Szenen auf dem Betzenberg! Bei der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn bekam Kaiserslautern-Trainer Torsten Lieberknecht mit dem Pausenpfiff innerhalb von wenigen Sekunden die Gelb-Rote Karte gezeigt.

Nach einem diskutablen Freistoßpfiff, woraufhin Calvin Brackelmann sehenswert zur 1:0-Führung für Paderborn traf (45.+7), war Lieberknecht außer sich, stürmte auf den Rasen und redete intensiv auf Schiedsrichter Florian Exner ein.

Dieser zeigte ihm daraufhin zunächst die Gelbe Karte. Weil Lieberknecht jedoch weiter protestierte, zückte Exner direkt die zweite Gelbe Karte und stellte den 52-Jährigen vom Platz. Doch das schien er zunächst gar nicht mitbekommen zu haben, da er sich bereits weggedreht hatte.

Lieberknecht diskutierte nämlich mit dem vierten Offiziellen, ehe er von der Gelb-Roten Karte Wind bekam. Sein Betreuerteam versuchte derweil, den Coach zu beruhigen.

Hengen deutlich: „Schafft den VAR ab“

Auch das 2:0 per Foulelfmeter durch Filip Bilbija (90.+5) sorgte auf Seiten der Lautern-Spieler für Diskussionen. Schon die Entstehung verlief kurios, erst nach VAR-Check wegen möglichen Handspiels wurde der Elfmeter bestätigt. „Schafft den VAR ab, ich kann das nicht mehr sehen”, beschwerte sich FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen nach der Partie bei Sky.

Der Anschlusstreffer durch Kenny Prince Redondo (90.+8) kam zu spät. „Die Jungs haben alles reingeworfen, was drin war im Tank. Und wenn das normal geleitet worden wäre, hätten wir einen Punkt nicht unverdient gehabt“, ergänzte er.

Mit der Schiedsrichterleistung von Exner war Hengen nicht zufrieden: „Heute war es für mich ein Unentschieden-Spiel, ein 1:1 oder 0:0 hinten raus, aber da hat heute jemand was dagegen gehabt.“

Umstrittene Entscheidungen lassen Lieberknecht toben

Neben der umstrittenen Freistoßentscheidung sorgte zu Beginn der Partie ein nicht gegebener Elfmeter bei den Lauterern für Diskussionen. „Es geht darum, eine einheitliche Linie zu fahren. Der Schiedsrichter hat sich entschieden, keinen Elfmeter für Lautern zu geben, dann darfst du da keinen Freistoß geben“, ordnete Sky-Experte Fabian Klos die Szenen ein. Am Freitag hatte es schon bei Darmstadt Schiri-Wut gegeben.

„Für Lautern unfassbar ärgerlich, frustrierend. Und das hat Torsten Lieberknecht dann auch noch mal nach außen getragen“, ergänzte er. In der zweiten Hälfte übernahm Co-Trainer Carsten Rump, Lieberknecht fand seinen Platz auf der Pressetribüne.

Paderborn feiert Erfolgserlebnis

Die Roten Teufel kamen schwungvoll aus der Pause. Skyttä hatte nach wenigen Sekunden die erste gute Möglichkeit. Paderborn behielt aber die Spielkontrolle und hätte durch Marino (59./62.) erhöhen können. Bilbija machte spät alles klar.

Für Paderborn war es der erste Auswärtssieg seit Mitte Dezember, die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann feierte übernahm damit zumindest für ein paar Stunden auch die Tabellenführung vor Schalke 04. Die Königsblauen würden am Samstagabend aber schon mit einem Punktgewinn bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth wieder vorbeiziehen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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