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Financial Fairplay offenbar vor Aus

Financial Fairplay offenbar vor Aus

War es das mit dem Financial Fairplay? Laut einem englischen Medienbericht soll dies zumindest durch eine neue Regelung ersetzt werden, die Klubs wie PSG freuen dürfte.
Die internationalen Top-Klubs lassen trotz des Financial Fairplays nicht von ihren Mega-Transfers ab. Die Bundesliga kann da schon lange nicht mehr mithalten.
. SPORT1
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von SPORT1

Das wäre ein echter Hammer!

Das Financial Fairplay der UEFA steht der Times zufolge vor dem Aus.

Zuletzt hatten die Mega-Transfers von Lionel Messi, Jack Grealish und Romelu Lukaku angesichts der weltweit angespannten Finanzsituation aufgrund der Corona-Pandemie für Aufsehen gesorgt.

Nun soll stattdessen eine Gehaltsobergrenze für die Klubs kommen, die man jedoch zeitweise bei Zahlung einer “Luxussteuer” überschreiten dürfe.

Reiche können noch mehr Geld in die Klubs stecken

Ähnlich wie in der NBA können dann Menschen und Institutionen, die Fußballklubs besitzen, so viel Geld in den Klub investieren wie sie möchten - unter der Voraussetzung, dass sie die “Luxussteuer” bezahlen.

Dieses Geld ginge dann zwar zunächst an den Europäischen Fußballverband, der aber werde es unter den Europapokal-Teilnehmern der jeweiligen Spielzeiten verteilen, die sich an die Regeln hielten.

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi dürfte sich bei dieser Nachricht vermutlich genauso bereits die Hände reiben wie die arabischen Besitzer von Manchester City.

Allerdings soll es nach Informationen der Times auch weiterhin zu Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus dem Wettbewerb kommen, wenn Klubs dauerhaft mehr Geld ausgeben, als die Regeln vorsehen.

Spanisches Modell gilt wohl als Vorbild für UEFA

Diese Regeln besagen, dass die Klubs zukünftig nur noch einen gewissen Teil ihrer Einnahmen für Spielergehälter ausgeben können. Eine Zahl, die in diesem Zusammenhang kursiert, ist 70 Prozent.

Damit würde die UEFA im Grunde genommen die derzeitige Regelung der spanischen Liga übernehmen. In Frankreich ist ein vergleichbares System zur aktuellen Saison geplant gewesen, aber wegen der Corona-Krise bis 2023 verschoben worden.

Die Pläne sollen den Klubs im September noch vor Beginn der neuen Champions-League-Saison vorgestellt werden und zunächst für drei Jahre gelten.

Medien bei Sitzung angeblich nicht zugelassen

In dem Einladungsschreiben, aus dem die Sportschau zitiert, ist von einer “Stärkung der Kultur der finanziellen Nachhaltigkeit” die Rede. Zu dem Termin sind demnach die Medien aber ausdrücklich nicht eingeladen.

Gesprochen werde hingegen mit Verbänden, Klubs, Ligen, Spielergewerkschaften, Trainern, Beratern und Fanvertretungen.

Bereits anlässlich des Beginns der EM im Juni hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP die Idee einer “Luxussteuer” ins Spiel gebracht, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.

Financial Fairplay wird oft übergangen

Derzeit werden die Finanzen im europäischen Klub-Fußball noch durch das Financial Fairplay geregelt. Dies besagt vereinfacht gesprochen, dass die Vereine nicht oder nur unwesentlich mehr ausgeben dürfen als sie einnehmen.

Diese Regelung wurde aber häufiger vor allem von den Klubs gebrochen, die von Staatsfonds aus dem Nahen Osten finanziert werden. Sanktionen der UEFA wurden dabei oft von anderen Institutionen wieder kassiert.

Jüngstes Beispiel ist Manchester City, das ursprünglich vom europäischen Verband in der vergangenen Saison aus der Champions League verbannt wurde. Nach einem Einspruch aber ließ der Internationale Sportgerichtshof CAS die Engländer wieder zur Königsklasse zu.

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