Die Szene dürften die meisten Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wohl noch immer vor Augen haben.
Toni Kroos: Schweden-Tor bei der WM 2018 mit Erinnerungslücken
Kroos: Erinnerungslücke von seinem WM-Coup
Es war der 23. Juni 2018, WM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Schweden, fünfte Minute der Nachspielzeit: Toni Kroos setzt im nahezu letzten Moment der dramatischen Partie einen Freistoß von weit links in die Maschen, verhilft dem DFB-Team so tatsächlich zum kaum noch für möglich gehaltenen 2:1-Sieg.
WM 2018: Kroos rettete DFB-Team
Und er hält das DFB-Team damit auch im Turnier. Denn ein Remis hätte das fast sichere Aus bedeutet.
Zwar ereilte die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Joachim Löw im abschließenden Gruppenspiel gegen Südkorea dann doch das Turnier-Aus - der exakte Ablauf von Kroos‘ Treffer bleibt dennoch unvergessen. (NEWS: Alles zur WM-Qualifikation)
Auch für den Schützen selbst? In „Einfach mal Luppen“, dem wöchentlichen Podcast von Felix und Toni Kroos, schilderte der Starspieler von Real Madrid nun, welche Eindrücke er von seinem Treffer noch im Kopf hat.
„Das Tor habe ich danach hunderttausende Male gesehen, aus allen Blickwinkeln von TV-Kameras und Handy-Kameras im Stadion“, sagte Kroos. „Und ich muss sagen, mittlerweile fehlt mir tatsächlich die Vision, wie das aus meiner Sicht war, die ja nur ich hatte.“
Kroos: Schweden-Tor „verwischt“
Der 31-Jährige fügte an, Erinnerungen grundsätzlich „schon aus meiner Sicht“ zu haben, „aber wenn man bestimmte Tore ganz oft sieht, dann verwischt das.“ (SERVICE: Tabellen WM-Qualifikation)
Was man dagegen in Kroos‘ speziellem Fall tun kann? „Da musst du mal Marco Reus fragen, der stand ja direkt daneben“, so der leicht sarkastische Vorschlag von Bruder Felix.
Dabei muss der in puncto Tor-Erinnerungen selbst manche Erinnerungslücke einräumen. So hatte der Ex-Profi für Union Berlin, damals noch Zweitligist, im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena (4:2) ein Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:1-Sieg erzielt, weiß davon aber bis heute nicht mehr allzu viel. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan WM-Qualifikation)
Der Grund: Im Luftduell war Kroos mit Jenas Innenverteidiger Marius Grösch zusammengeprallt - und musste danach erst mal benommen vom Feld.
„Da war ich kurz weg und dann völlig überrascht, dass der Ball im Tor war. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen, weil ich auch nicht unbedingt für Kopfballtore bekannt war“, so Kroos. „Ich wusste zwar, dass ein Tor gefallen war, aber nicht, dass ich das gemacht habe.“
Kurios: Er habe in der Halbzeit dann auf sein Handy geschaut und erst da „gemerkt, dass ich das Tor gemacht habe.“