Beim FC Bayern war Franck Ribéry nicht nur Publikumsliebling, er war auch im Team sehr beliebt.
Gegenspieler erinnert sich: Franck Ribéry ging mir auf den Sack
„Ribéry ging mir richtig auf den Sack“
Die Gründe liegen auf der Hand: Er schoss nicht nur schöne und wichtige Tore für den deutschen Rekordmeister, der Franzose rieb sich auch stets für seine Mannschaft auf. Mit seinem intensiven Spiel eroberte er die Herzen von Anhängern sowie Kollegen - und ging gleichzeitig seinen Gegenspielern mächtig auf die Nerven.
So zum Beispiel auch José Holebas, der einst bei Bayerns Lokalrivale TSV 1860 München spielte.
Auf die Frage nach dem unangenehmsten Gegner seiner langen Laufbahn erwiderte der heute 37-Jährige im Interview mit dem kicker: „Franck Ribery ging mir mal richtig auf den Sack. Er war giftig, hat immer wieder nachgesetzt, war dazu mit seinem tiefen Körperschwerpunkt im Dribbling überhaupt nicht vom Ball zu trennen.“
Holebas erlebt bitteren Moment gegen Ribéry und Co.
Der Superstar sei für einen Verteidiger im Duell „richtig, richtig eklig. Dazu konnte er auch noch ganz gut provozieren.“
An einer der schlimmsten Niederlagen in Holebas‘ Laufbahn hatte Ribéry großen Anteil: „Wir haben mit 1860 gegen die Bayern 0:1 nach Verlängerung verloren. Eigentlich waren die 120 Minuten schon vorbei, im Elfmeterschießen hätten wir die Sensation packen können“, erinnerte sich Holebas an die Partie von 2008 zurück.
„Dann wurde Miro Klose gefoult - kurz vorm Strafraum, aber der Schiri gab Elfmeter. Und Ribéry lupfte das Ding auch noch gegen Philipp Tschauner genau in die Mitte. Das war für mich eine der bittersten Niederlagen überhaupt.“
Das ist der Plan für die Zukunft
Gegen die Bayern setzte es für den Verteidiger, der unter anderem auch für Olympiakos Piräus und den FC Watford spielte, übrigens mit der AS Rom einst auch noch eine 1:7-Niederlage in der Champions League.
Heute spielt Holebas in der fünften Liga bei Bayern Alzenau. Dort will er nebenbei seine Trainerscheine machen.
Wenn es für ihn wirklich einmal an die Seitenlinie gehen sollte, hätte er einen Spieler wie Ribéry sicher gerne in den eigenen Reihen. Ganz egal, wie eklig er wäre.