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Evra über Rassismus und Homosexualität

Evra über Rassismus und Homosexualität

Patrice Evra äußert sich über Homosexualität und Rassismus im Fußball und erzählt seine eigene Leidensgeschichte.
Ex-United-Star Patrice Evra ist immer noch sehr mit seinem ehemaligen Klub verbunden. Vor dem Derby gegen Manchester City inspiziert er den Rasen im Old Trafford auf seine eigene Art und Weise.
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von SPORT1

Patrice Evra will auf Missstände im Fußball aufmerksam machen.

Der ehemalige französische Nationalspieler äußerte sich im Rahmen der Vorstellung der französischen Variante seiner Biografie „I love this game“ zu den Themen Homosexualität und Rassismus.

Gegenüber der französischen Le Parisien sagte der 40-jährige: „Es gibt mindestens zwei Schwule Fußballer pro Team. Ich habe mit Schwulen zusammengespielt, sie haben mit mir darüber gesprochen, allein, weil sie Angst haben, sich öffentlich zu äußern.“

„Wenn du als Fußballer sagst, dass du schwul bist, bist du erledigt. Ich erinnere mich, dass einmal eine Person kam, um mit dem Team über Homosexualität zu sprechen. Einige Kollegen sagten, dass Homosexualität gegen ihre Religion verstoße und dass, wenn ein schwuler Mann in der Umkleidekabine sei, er aus dem Klub geworfen werden müsse“, erinnerte sich Evra und ergänzte: „Homosexualität im Fußball bleibt ein absolutes Tabuthema, denn Fußball ist männlich.“

Der ehemalige Rechtsverteidiger setzt sich seit jeher gegen die den Rassismus und die Diskriminierung von Homosexuellen im Fußball ein.

Patrice Evra: Super-League-Energie auch gegen Rassismus

Evra, der in seiner Karriere Opfer von Rassismus geworden ist, will die betroffenen Personen zum Reden ermutigen.

„Wir müssen immer unsere Stimme erheben und diejenigen verurteilen, die solche Taten begehen, auch wenn die schuldigen Familienmitglieder sind, um nicht in einem Trauma zu leben.“

Außerdem kritisiert er den öffentlichen Umgang von Rassismus im Fußball: „Als die Geschichte der Super League herauskam, wehrte sich der Fußballplanet radikal dagegen. Ich habe mich gefragt, warum nicht dasselbe getan wird, um Rassismus zu bekämpfen. Einfach, weil kein Geld auf dem Spiel steht. Es gibt keine Lösung, Rassisten zu verbieten, ins Stadion zu gehen. Stattdessen müssen wir in den Schulen, in den Familien darüber sprechen.“