Joshua Kimmich ist Anführer einer hochtalentierten deutschen Fußball-Generation. Er gehört dem Jahrgang 1995 an, dem viele Fans und Experten einiges zutrauen. Auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
Joshua Kimmich spricht über Titelchancen mit DFB-Team - fordert klare Steigerung
DFB-Leistung: Kimmich spricht Klartext
Nach dem Sieg im Confed-Cup 2017 konnten Kimmich und Co. in den großen Turnieren aber kaum noch glänzen, Titel-Hoffnungen wichen Enttäuschungen.
„Potenzial ist nur Theorie“, sagte der Mittelfeldspieler des FC Bayern daher nun im Länderspielmagazin des DFB: „Seitdem ‚wir‘ am Werk sind, haben wir es einfach nicht geschafft. Ab 2018 war es schlicht nicht mehr gut.“
Auch deshalb lehnt er Vergleiche mit der goldenen Generation um Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm ab, die auf ihrem Höhepunkt angekommen 2014 den WM-Titel holte.
„Und dann kriegen wir es wieder nicht hin“
Die Gegenüberstellung „schmeichelt uns zu sehr. Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, sieht man, dass unsere Vorgänger sich dem Erfolg angenähert haben.“ Auch er und seine Kollegen müssten das Potential „auf den Platz bringen. Ich weiß, dass wir es besser können, ich weiß, dass wir titelfähig sind.“
Das sei aber wie gesagt „nur Theorie. Wir können nicht immer nur sagen, wie talentiert wir sind, wie viele von uns bei Top-Vereinen wichtige Rollen spielen. Und dann kriegen wir es wieder nicht hin.“
Unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick machte das DFB-Team zuletzt kleine Fortschritte. „Wir haben nach der EM besser in die Spur gefunden, ganz klar“, sagt Kimmich und bleibt doch zurückhaltend: „Man muss schon genauer hinschauen und bewerten, gegen welche Mannschaften wir gespielt haben.“
Den jüngsten Test gegen Israel hatte Kimmich verpasst, weil seine Freundin ein Kind erwartet. Ob er beim nächsten Spiel gegen die Niederlande am Dienstag mit von der Partie sein wird, ist noch offen.