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Zahlreiche Eigentore - Betrug in der vierten südafrikanischen Liga

Abstruser Betrug in Südafrika

Zahlreiche Eigentore und gegnerische Spieler, die den Platz wegen angeblicher Müdigkeit verlassen. Zwei Spielbetrüge hätten auffälliger nicht sein können und bedeuten nun das Ende für vier Vereine.
Spielbetrug mit 41 Eigentoren sorgt in Südafrika für einen Eklat
Spielbetrug mit 41 Eigentoren sorgt in Südafrika für einen Eklat
© Imago
Zahlreiche Eigentore und gegnerische Spieler, die den Platz wegen angeblicher Müdigkeit verlassen. Zwei Spielbetrüge hätten auffälliger nicht sein können und bedeuten nun das Ende für vier Vereine.

In der vierten südafrikanischen Liga kam es Ende Mai laut eines BBC-Berichtes zu einem Eklat. Gleich vier Mannschaften werden nach sehr auffälligen Spielverläufen und Ergebnissen des Betrugs beschuldigt und hart bestraft.

Während für die Vereine eine lebenslange Sperre ausgesprochen wurde, dürfen Vereinsfunktionäre und Schiedsrichter zwischen fünf und zehn Jahren nicht mehr im Fußball tätig sein.

Skurriler Zweikampf um den Titel

Die Shivulani Dangerous Tigers gingen als Tabellenführer mit einem Vorsprung von drei Punkten und 16 Toren in das letzte Spiel der Saison gegen die Kotoko Happy Boys. Der Matiyasi FC musste als Zweitplatzierter gegen den Dritten in der Tabelle, die Nsami Mighty Birds, antreten.

Waren es beim letzten Aufeinandertreffen noch recht knappe Ergebnisse beider Duelle, so sollte es diesmal ganz anders kommen. Die direkten Verfolger versuchten die Meisterschaft der Tigers mit aller Macht zu verhindern und manipulierten ihr direktes Duell, das somit zu einer eindeutigen Angelegenheit wurde. Matiyasi gewann mit 59:1, wobei die Mighty Birds ganze 41 Eigentore erzielten.

Als die Tigers von dem 22:0-Halbzeitstand erfuhren und den ersten Platz damit zu verlieren drohten, machte es der Tabellenführer seinen Konkurrenten gleich und manipulierte auch das eigene Spiel. So nahm der Gegner Spieler aufgrund von Müdigkeit vom Platz, um letztlich mit 1:33 zu verlieren.

Eindeutige Ergebnisse, die auch dem südafrikanischen Verband nicht verborgen blieben.

Zwei Spiele, vier Verlierer. Der Gewinner? - Der Vierplatzierte Gawula Classic, der kurzerhand zum Meister gekrönt wurde.