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VAR: "So geht der Fußball kaputt“ - Neururer mit vernichtendem Urteil

VAR? „So geht der Fußball kaputt“

Die Bundesliga setzt seit fünf Jahren auf den Videobeweis. Kult-Trainer Peter Neururer und Ex-Referee Bernd Heynemann ziehen eine vernichtende Bilanz.
Seit fünf Jahren gibt es den Video-Assistent-Referee in der Bundesliga - einiges hat sich verbessert, einiges muss sich noch verbessern. Dennoch muss sich der VAR immer wieder Kritik stellen.
Die Bundesliga setzt seit fünf Jahren auf den Videobeweis. Kult-Trainer Peter Neururer und Ex-Referee Bernd Heynemann ziehen eine vernichtende Bilanz.

Seit fünf Jahren kommt der Videobeweis in der deutschen Bundesliga zum Einsatz - und sorgt wie am vergangenen Wochenende immer wieder für Zündstoff.

„So geht der Fußball kaputt“, zog SPORT1-Experte Peter Neururer ein ernüchterndes Fazit in Rudi Brückner - Der Talk am Montag. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Laut dem Kult-Trainer spiele die Wahrnehmung des Unparteiischen auf dem Rasen keine Rolle mehr: „Der Schiedsrichter, der das Spiel leiten soll, wird jetzt von anderen Leuten im Keller ‚manipuliert‘, dass er nicht mehr imstande dazu ist, eigene Entscheidungen zu treffen.“

Neururer forderte deshalb: „Der Schiedsrichter auf dem Feld muss der Chef sein und nicht der Kölner Keller. Das ist ein Unding, damit wird die Autorität des Schiedsrichters infrage gestellt.“

VAR-Diskussionen werden „verrückter“

Ex-Referee Bernd Heynemann stimmte dem 67-Jährigen zu: „Die Diskussionen werden verrückter. Der VAR ist kein Gewinn für den Fußball.“

Laut dem Magdeburger sorgt der Videoschiedsrichter für konkrete Probleme. „Du trägst immer einen Rucksack auf dem Rücken mit dem VAR. Das ist das Problem des Kellers, dass du aufs Feld mitnimmst. Es könnte der Keller ja eingreifen“, erläuterte Heynemann.

Der VAR dürfe „nicht einfach reingrätschen, wenn der Schiedsrichter keine Hilfe benötigt“, führte er aus. „Nur bei glasklaren Fehlentscheidungen.“