Die anstehende Fußball-Europameisterschaft in Deutschland soll für die Fans ein Fest werden. Doch vor dem Beginn gibt es Kritik an der Barrierefreiheit des Events.
Fußball-EM: Forderung nach besserer Inklusion
EM: Forderung nach besserer Inklusion
„Meine Sorge ist: Können auch Menschen mit Behinderungen in den Stadien wirklich dabei sein?“, sagte Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, im Rahmen des „Coca-Cola Real Talk“ in Kooperation mit SPORT1.
Dabei kritisierte er, dass „die Bedingungen gerade für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer“ nicht zufriedenstellend sind. „Ich erwarte von den Verantwortlichen, dass die EURO 2024 auch als Kickoff für die Barrierefreiheit genutzt wird“, forderte Dusel.
EM als Plattform für mehr Inklusion?
Mit seiner Einschätzung ist er nicht alleine. „Gleichberechtigte Teilhabe bedeutet, dass jeder Mensch die Veranstaltung besuchen kann, die er oder sie sich auswählt. Wir sollten hier ganzheitlicher denken“, erläuterte Sven Albrecht, Geschäftsführer der Special Olympics Deutschland.
Celia Sasic, die beim DFB Vize-Präsidentin für Gleichstellung und Diversität ist, sieht die Europameisterschaft als wichtige Plattform, um die Inklusion in den Mittelpunkt zu stellen.
Schließlich gibt es laut anwesenden Fans gerade im Amateursportbereich zu viele Hindernisse für Menschen im Rollstuhl. „Mobilität, Wegeführung, Kommunikation und Bezahlmöglichkeiten sollten bei Events von Anfang an inklusiv geplant werden“, meint Albrecht.