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Flick-Rückkehr zum FC Bayern unwahrscheinlich!

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Flick-Rückkehr zum FC Bayern unwahrscheinlich!

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Keine Zeit für Tuchel-Tränen

Thomas Tuchels Abschied vom FC Bayern soll zu einem späteren Zeitpunkt gebührend begangen werden. Der Noch-Trainer wollte am Sonntagabend nicht im Mittelpunkt stehen. Derweil ist die Verpflichtung eines Kandidaten unwahrscheinlich.
Auf der Pressekonferenz nach seinem letzten Heimspiel als Trainer des FC Bayern spricht Thomas Tuchel über das, was er in München gelernt hat.
Stefan Kumberger
Stefan Kumberger

Nein, als Thomas Tuchel am Sonntagabend um 20.35 Uhr den Kabinentrakt in der Allianz Arena verließ und sich in Richtung der Aufzüge zu den Business Seats begab, hielt er keinen Blumenstrauß in den Händen. Auch ein großes Foto von sich selbst hatte er nicht dabei. Selbst hinter verschlossenen Türen war und ist für einen offiziellen Abschied also noch keine Zeit.

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„Dass Trainer beim FC Bayern ohne Meisterschale verabschiedet werden, ist relativ unnormal. Normalerweise passiert das auf dem Platz. Das war bei uns aber nicht der Fall, wir haben noch etwas zu verlieren. Wir können noch nur Dritter werden“, erklärte Max Eberl die doch bemerkenswerte Tatsache, dass Tuchel nicht vor dem Spiel gegen Wolfsburg, das die Bayern souverän mit 2:0 gewannen, verabschiedet worden war.

Und der Sportvorstand erklärte weiter: „Und deswegen haben Thomas und ich uns zusammengesetzt und gesagt: ‚Nein, es fühlt sich nicht richtig an, einem Protagonisten, der für die beiden Spiele hauptverantwortlich ist, zu verabschieden‘. Das fühlt sich einfach nicht richtig an. Deswegen haben wir entschieden, es nicht heute zu machen, sondern im gebührenden Rahmen.“

Tuchel hält sich zurück

Tuchel selbst hielt sich eisern an diese Abmachung. Er hätte schließlich - wie die Mannschaft -zumindest kurz den Weg in die Südkurve suchen und quasi einen inoffiziellen Abschied begehen können. Stattdessen ging er nach einem kurzen Handschlag mit Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl direkt in die Katakomben.

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„Es ist ja auch für die Mannschaft. Die Fans, die kommen ja nicht wegen dem Trainer. Es sind ja die Momente für die Mannschaft“, erklärte Tuchel dazu auf SPORT1-Nachfrage auf der Pressekonferenz. Zudem habe er nach dem Spiel direkt gemerkt, wie sich viele Kameras auf ihn gerichtet hätten. Er wolle nicht im Mittelpunkt stehen.

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Tuchel verzichtet damit bewusst auf Momente des Zuspruchs. Denn nicht nur nach dem Spiel in Madrid, sondern auch am Sonntagnachmittag in der Arena war zu vernehmen, dass sich viele Fans immer noch eine Weiterbeschäftigung des 50-Jährigen wünschen.

Tuchel-Verbleib nur theoretisch möglich

Rein theoretisch besteht diese Option tatsächlich noch. Schon Anfang des Monats hatte Tuchel für Aufsehen gesorgt, als er auf SPORT1-Nachfrage verkündet hatte: „Es ist immer alles möglich.“

Eberl blieb nach dem Wolfsburg-Spiel derweil eisern bei seiner Linie: In der Trainersuche werden keine Namen kommentiert. Und: Wenn es um Tuchel geht, betont der Sportvorstand unermüdlich, dass es nicht seine Entscheidung gewesen sei, den Vertrag zum Sommer zu beenden.

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„Ich kam hierher, da wurde das Agreement geschlossen, das von beiden Seiten auch nochmal bestätigt wurde. Dementsprechend gibt es nichts anderes dazu zu sagen“, sagte Eberl auf Frage von SPORT1.

Das ist bereits seit seiner Vorstellung Ende Februar seine Marschroute. Eberls Motto: Ich habe die Entscheidung nicht gefällt, sie steht, ich war nicht beteiligt.

Raum für Spekulationen

Es bleibt also Raum für Spekulationen. Denn klar ist: Eberl schätzt Tuchel sehr und hat das in den vergangenen Wochen stets betont. Der Sportvorstand berichtete immer wieder von der guten Vorbereitung des Trainers auf wichtige Spiele und hielt dem Coach in der Öffentlichkeit die Stange.

Dass Tuchel mittlerweile gelernt hat, sich im Bayern-Kosmos souverän zu bewegen und Erfolge einzufahren, hat der 50-Jährige zuletzt bewiesen. Eindrucksvollster Beweis waren die beiden guten Halbfinalspiele gegen Real Madrid in der Champions League. Sollte Tuchel tatsächlich doch noch in München bleiben, wäre es trotzdem eine faustdicke Überraschung.

Trainersuche läuft - Flick wird es wohl nicht

Fakt ist: Die Zeit drängt. „Jetzt haben wir Mitte Mai, und es ärgert uns natürlich auch, dass es noch nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Eberl.

SPORT1-Informationen zufolge ist eine Option fast vom Tisch: Hansi Flick wird dem Vernehmen nach sehr wahrscheinlich nicht neuer Trainer des FC Bayern.

Er war übrigens der vorerst letzte Coach, dessen Abschied in der Allianz Arena zelebriert wurde. Flick bekam 2021 ebenfalls keine Blumen, aber ein Poster von sich selbst mit all den Trophäen, die er geholt hatte.